Fußball – Bundesliga: VfL-Coach hat noch nie gegen Bayer gewonnen / Doch die Moral vom Schalke-Sieg macht Mut

Labbadias Kampf gegen Leverkusen-Makel

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Jubel, Trubel, Heiterkeit: So sah man die Wölfe (v. l. William, Robin Knoche, Wout Weghorst, Josuha Guilavogui, Renato Steffen, Ignacio Camacho, John Anthony Brooks) gegen Schalke. Doch in der BayArena gab es bisher selten Grund zur Freude. Das soll sich ändern.

Wolfsburg. So schmuck Bruno Labbadia die BayArena aus seiner einstigen Tätigkeit in Leverkusen nach eigenem Bekunden auch finden mag: Es ist weder für ihn persönlich noch für seinen aktuellen Arbeitgeber VfL Wolfsburg ein gutes Pflaster.

Der Coach hat in zwölf Versuchen noch nie gegen Bayers Bundesliga-Kicker gewonnen (vier Remis, acht Niederlagen). Und auch die Auswärts-Bilanz der Wölfe am Rhein liest sich äußerst bescheiden (zwei Siege, sechs Unentschieden, 14 Niederlagen). Zeit, dass sich was dreht, findet Labbadia (kl. Bild) vor der Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte am morgigen Samstag (15.30 Uhr).

Auch wenn sie gegen ihn spricht, findet Wolfsburgs Trainer seine Statistik gegen den anderen Werksclub „total interessant. Als Spieler hatte ich einmal meine beste Serie gegen Leverkusen, habe nur getroffen.“ Das war einmal. Doch er hätte nichts dagegen, wenn sich das Blatt heute auch mit ihm an der Seitenlinie wendet. „Ich freue mich auf das Spiel und hätte nichts dagegen, da mal etwas mitzunehmen...“

Wobei Labbadia absolut bewusst ist, wie schwer diese Mission zu realisieren ist. Wenngleich Leverkusen den Auftakt in Mönchengladbach in den Sand gesetzt hat (0:2), gehöre Bayer „zu den gefühlten Immer-Champions League-Vereinen. Sie machen da klasse Arbeit. Das ist eine der spielstärksten Mannschaften, auf die wir treffen können.“ Und auch eine große Herausforderung. Doch das war auch der Start gegen Vizemeister Schalke. Den haben die Grün-Weißen mit 2:1 bezwungen. Besonders wichtig in Labbadias Augen: „Wir sind gegen Widerstände durchgekommen.“ Der 1:1-Ausgleich sei ein herber Rückschlag gewesen, den der VfL aber schnell wieder abschüttelte. „So ein Erfolgserlebnis tut uns sehr gut, das ist enorm wichtig für den Kopf.“

Personell stellt sich die Frage: Wie reagiert Wolfsburg auf den Ausfall von Kapitän Josuha Guilavogui? Labbadia lässt sich noch nicht in die Karten gucken. „Wir haben ja nicht umsonst in der Vorbereitung verschiedene Sachen trainiert.“ Womöglich ersetzt Yannick Gerhardt den Franzosen, womöglich ändert der VfL das System. Und womöglich ändert sich Labbadias Leverkusen-Leid...

Von Ingo Barrenscheen

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