Fußball – Bundesliga: Wölfe zeigen sich zu unkonstant gegen Werder / Letzte Durchschlagskraft fehlt

Labbadia: „Viel Aufwand, kein Ertrag“

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Gute Ansätze reichen nicht: Der VfL (r. Maximilian Arnold) ließ sich letztlich von Werder (Maximilian Eggestein) den Schneid abkaufen.

jk Bremen. Fünf sieglose Spiele in Folge nach einem soliden Start in die Bundesliga-Saison – der VfL Wolfsburg befindet sich in der Abwärtsspirale. Einmal mehr zeigten die Wölfe zwei verschiedene Gesichter beim 0:2 (0:1) gegen den SV Werder Bremen.

Dabei kam der VfL mit viel Wucht aus der Kabine, fand besser rein in das kleine Nord-Derby. „Die ersten 20 Minuten hat Wolfsburg gut gespielt, sie haben es uns mit den vielen Seitenwechseln nicht gerade einfach gemacht“, gab SVW-Mittelfeldakteur Maximilian Eggestein zu. Ähnlich sah es auch TV-Experte Matthias Sammer: „Zu Beginn hatte Wolfsburg immer eine Überzahl im Mittelfeld, weil Josip Brekalo und Renato Steffen nach innen gezogen sind. So war außen genug Platz für die Außenverteidiger“, analysierte der ehemalige Bayern-Sportchef.

Doch letztlich zeigte sich: Bei Wolfsburg ist weiterhin viel Luft nach oben. „Wir müssen weiter hart arbeiten. Wir hätten nicht verlieren müssen, aber uns fehlt eben noch die gewisse Konstanz in einem Spiel“, so VfL-Spieler Maximilian Arnold, der sich die wellenartige Performance auch nicht erklären konnte: „Aus unerklärlichen Gründen haben wir dann irgendwann das Fußballspielen eingestellt. Ich weiß auch nicht warum. Aber es hilft ja alles nichts – Mund abputzen, weiter geht’s“, sagte der 24-Jährige.

Die Wölfe befinden sich eben noch in der Findungsphase nach den vergangenen beiden schwierigen Spielzeiten. Es ist logisch, dass zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch nicht alles glatt läuft. „Wir sind mittendrin im Entwicklungsprozess“, so VfL-Trainer Bruno Labbadia, der einen starken Beginn seiner Mannschaft in Bremen gesehen hat: „Wir haben sehr viel Aufwand betrieben und Werder gerade in den ersten 25 Minuten nicht ins Spiel kommen lassen. Doch dann haben sie immer mehr die Lücken gefunden und ihre Chancen eiskalt genutzt. Bei uns dagegen fehlt noch der Ertrag“, bilanzierte Labbadia nach dem Abpfiff.

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