Fußball – Bundesliga: Casteels geht „mit einem schlechten Gefühl ins Wochenende“

Labbadia vermisst den „Türöffner“

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Trostspender: Wolfsburgs Co-Trainer Eddy Sözer (r.) klopft seinem Chef Bruno Labbadia aufmunternd auf die Schulter. Der VfL war mit dem mageren Punkt selbstredend nicht zufrieden.

ib Wolfsburg. Ein Knipser seiner Güte hätte der VfL Wolfsburg gestern Abend gut zu Gesicht gestanden. Doch Bruno Labbadia, einst als Torjäger in der Fußball-Bundesliga gefürchtet, musste an der Seitenlinie qualvoll mitansehen, wie sein Team die wenigen, aber durchaus hochkarätigen Chancen, die der FC Augsburg dem Kellerkind gewährte, liegen ließen.

Nur ein Pünktchen also für die Wölfe, die es somit verpassten, einen größeren Sicherheitsabstand zu den Abstiegsplätzen aufzubauen. „Da ist die Mannschaft extrem traurig drüber, das war zu spüren. Mal sehen, was uns dieser Punkt noch bringt“, erklärte Labbadia, nachdem er aus der Kabine in den Presseraum gekommen war. In die gleiche Kerbe schlug sein Torwart Koen Casteels: „Ich gehe eher mit einem schlechten Gefühl ins Wochenende, weil mehr drin war. Wir haben die große Chance, den nächsten Schritt zu machen, verpasst.“ Weil in Hälfte eins die spielerische Linie und nach dem Wechsel die Kaltschnäuzigkeit fehlte. „Wir wussten, dass es schwierig wird gegen Augsburgs Bollwerk. Aber die Chancen waren da“, seufzte Casteels.

Auch Labbadia hatte sein Team auf eine Geduldsprobe gegen die diszipliniert verteidigenden Fuggerstädter eingestellt. „Was uns in Halbzeit eins gefehlt hat, war die zündende Idee“, bemängelte Wolfsburgs Coach. „Es brauchte einen Türöffner.“ Doch ob Paul Jaeckel, Divock Origi oder Paul Verhaegh: Alle hatten sie die Klinke in der Hand, drückten diese aber nicht herunter.

Mit der Neubesetzung des Aufsichtsrates durch das Beben bei Sponsor VW und dem damit verbundenen Fragezeichen hinter dem Profifußball in Wolfsburg wollte sich Labbadia nicht beschäftigen. „Wenn man sieht, was bei uns diese Woche wieder los war mit Verletzungen – das sind Dinge, die mich gerade bewegen.“

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