„Echse“llent! Jembke trotzt VfL beim 13:0

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Zugeschnappt! Die Krakadil-Kicker aus Jembke (r. Alexander Otto) wehrten sich tapfer gegen die Wölfe (Fagner), ohne dabei zu grob zu Werke zu gehen.

Gifhorn - Von Eike Hoppmann. Angeführt von einem Krakadil betrat der SV Jembke am Dienstagabend die Gifhorner Flutmulde. Damit waren sie wohl das erste Kreisliga-Team, das zur Unterstützung ein eigenes Maskottchen mitbrachte. Zwar gewann der VfL Wolfsburg am Ende standesgemäß mit 13:0 (7:0) gegen den krassen Außenseiter, der sich allerdings mächtig reinkniete und wie das tierische Vorbild reichlich Bissigkeit an den Tag legte. Obwohl in den entscheidenden Situationen die Schnelligkeit fehlte.

Bas Dost (4), Fagner, Christian Träsch, Daniel Caligiuri (je 2), Diego, Tolga Cigerci sowie Stefan Kutschke trafen vor 1600 Zuschauern für die Wölfe.

Bei blauem Himmel und Sonnenschein begannen die Jembker hochmotiviert. Sie brachen nicht ein, als Fagner mit dem ersten Torschuss schon in der vierten Minute aus kurzer Distanz zur Führung traf. Im Gegenteil: Der SV zeigte Zähne! Es dauerte schließlich dreizehn weitere Minuten, bis Diego auf 2:0 erhöhte. Erst als der sehr agile Fagner abermals traf (33.), fielen die weiteren Treffer bis zur Pause im Zwei-Minuten-Takt.

Großen Anteil daran hatte Torwart Andre Göhmann, der in der Jugend selbst einmal für die Wölfe gespielt hatte. Mehrmals rettete er in höchster Not gegen den völlig freistehenden Bas Dost, ein weiteres Mal hervorragend bei einem Fallrückzieher von Spielmacher Diego (33.). Zurecht gab es dafür vom Publikum Szenen-Applaus.

Applaus gab es auch, wann immer der Kreisligist die Mittellinie überquerte oder einen Zweikampf gewann. Die größte Chance auf den Ehrentreffer hatte Alexander Otto, der die Hereingabe nach einem Standard nur um Millimeter verpasste. Auch Torjäger Kai-Arne Widdecke wäre im Privatduell mit Robin Knoche und Naldo fast einmal als Sieger hervorgegangen, die VfL-Verteidiger stoppten ihn jedoch immer noch gerade rechtzeitig.

Jembkes Trainer Stefan Haage war am Ende trotzdem nicht traurig ob des verpassten Ehrentreffers. „Ich bin einfach super stolz“, strahlte Haage. Und das Ergebnis? „Absolut zweitrangig“, fand Haage am Ende eines Spiels, von dessen Erinnerungen die Jembker wohl noch lange zehren werden.

Sein Gegenüber Dieter Hecking lobte besonders die faire Gangart des Gegners. „Kompliment“, ging der Daumen des VfL-Trainers nach oben. Auch wenn das Krokodil als Vorbild diente, so schnappte der Kreisligist nicht bösartig zu. Echsellent!

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