Fußball – Europa League: Wölfe erwarten Malmö FF zum Hinspiel

Der komplizierte Kontrahent

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Vor dem VfL Wolfsburg (2. v. l. Daniel Ginczek) türmen sich Fragezeichen auf. Der heutige Europa-League-Gegner Malmö FF ist eine große Unbekannte.

Wolfsburg – Auf dem Papier ist es ein Heimspiel. Auf den Rängen aber könnte es stimmungstechnisch eher wie ein Auswärtsspiel anmuten.

Denn während Malmö FF bis zu 5000 sangesfreudige schwedische Fans im Reisegepäck haben wird am Donnerstagabend (21 Uhr) beim Europa-League-Hinspiel des Sechzehntelfinals, kalkuliert der gastgebende VfL Wolfsburg heute insgesamt wieder nur mit rund 13 000 Zuschauern. Dabei sei doch so ein K. o. -Duell „nicht alljährlich“, betont VfL-Coach Oliver Glasner und wünscht sich größtmögliche Unterstützung.

Denn die Wölfe selbst wollen möglichst noch einige Europapokal-Abende in dieser Saison erleben. Diese teaminterne Euphorie muss nun nur noch auf das Umfeld übergreifen. Dafür müssen die Grün-Weißen allerdings einen vermutlich unbequemen wie auch relativ unbekannten Gegner ausschalten. Zwei Umstände hätten eine intensive Vorbereitung auf Malmö schwierig gestaltet, erklärte Glasner. Zum einen der Trainerwechsel von Uwe Rösler zu Jon Dahl Tomasson. „Damit ist ein Systemwechsel einhergegangen, zumindest was unsere Beobachtungen ergeben. Sie haben auf ein typisch skandinavisches 4-4-2 umgestellt“, unterstrich Glasner.

Zum anderen hätte der international durchaus erfahrene Club aus Südschweden, bis auf das Pokalspiel vergangenes Wochenende, noch kein Pflichtspiel seit Dezember absolviert. „Wir haben zwar ein paar Eindrücke gewinnen können, aber sie nicht wirklich im Wettkampf-Modus gesehen“, so Wolfsburgs Coach. Auch deshalb hatte der VfL einen vermeintlichen Spion (Glasner: „Er hat nichts Verbotenes oder Geheimes gemacht. Wir sehen es als Pflicht an, uns gut auf unseren Gegner vorzubereiten“) ins MFF-Trainingslager geschickt.

Da es in zwei Matches um alles oder nichts geht, werde es womöglich „etwas taktischer und nicht ganz so angriffslustig“ zugehen als etwa in einem Gruppenspiel, ahnt derweil Wolfsburgs Mittelfeldmann Xaver Schlager und unterstreicht: „Es ist einfach entscheidend, sich für das Rückspiel eine gute Ausgangsposition zu schaffen. Oft wird die Auswärtstor-Regel wichtig.“ Wohlgemerkt: Zuletzt spielten die Wölfe im Europa-League-Spiel gegen Saint-Etienne hinten zu null... Schlager erklärte, man merke seiner Mannschaft schon eine gewisse Anspannung an. „Aber positiv“, so der Österreicher.

VON INGO BARRENSCHEEN

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