Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg verstärkt sich mit Flügel-Wunschspieler aus Lyon / Jaeckel nach Fürth, Bazoer vor Leihe nach Porto

Königstransfer Cornet im Anflug, kein Ersatz für Guilavogui

Königstransfer!? Maxwel Cornet (l.) steht vor einem Wechsel zum VfL.

ib/dpa Wolfsburg. Es ist im Grunde wie jedes Jahr kurz vor dem Ablauf des Transferfensters: Bei vielen Fußball-Clubs setzt plötzlich noch einmal emsiges Treiben ein. Ein Paradebeispiel dafür ist in diesem Sommer – wieder einmal – der VfL Wolfsburg.

So stehen die Wölfe nun doch unmittelbar vor der Verpflichtung ihres Flügel-Wunschspielers Maxwel Cornet von Olympique Lyon. Und werden auf der anderen Seiten auch noch einige Ladenhüter los.

Königstransfer Cornet – die Wölfe sollen sich mit Lyon nach einem Poker auf 18 Millionen Euro Ablöse geeinigt haben – könnte schon am Samstag in Leverkusen im VfL-Kader stehen. Es steht wohl nur noch der obligatorische Medizincheck aus, Verein und Spieler sind sich bereits einig. Mit gerade einmal 21 Jahren hat es der Ivorer bereits auf 100 Partien in der französischen Ligue 1 gebracht, könnte den perfekten Flügelzangen-Gegenpart zu Josip Brekalo bilden. Cornet trifft in Wolfsburg auf einige Landsleute, die die Eingewöhnung erleichtern dürften.

Einer davon ist Josuha Guilavogui. Nach dessen schwerer Knie-Verletzung im Auftaktmatch gegen Schalke wird der Club derweil auf der Sechser-Position nicht mehr reagieren. Ein Ersatz wird nicht verpflichtet. „Wir sind gerade dabei, den Kader und die Mannschaft zu entwickeln. Wir haben den Glauben an unseren Kader und wir wollen unserem Kader vertrauen“, erklärte Trainer Bruno Labbadia. Guilavogui sei mittlerweile bei zwei Spezialisten gewesen. „Wir haben uns darauf geeinigt, die Verletzung nicht zu operieren, sondern konservativ zu behandeln“, verriet der VfL-Coach. Das sei auch der große Wunsch des Spielers gewesen, der nun direkt in die Reha einsteigt. Die Zwangspause für den Kapitän sei selbstredend „ein großer Ausfall – menschlich wie auch sportlich.“ Der Ausfall müsse nun aus den eigenen Reihen aufgefangen werden.

Zu diesem Aufgebot zählt Paul Jaeckel seit gestern nicht mehr. Der 20-jährige Innenverteidiger, 2014 von Energie Cottbus an die Aller gekommen, wechselt nach drei Bundesliga-Einsätzen für den VfL zum Zweitligisten SpVgg Greuther Fürth.

Und auch Riechedly Bazoer dürfte die Trainingsgruppe nicht mehr übervölkern. Der Niederländer (21), 2017 für zwölf Millionen Euro von Ajax Amsterdam verpflichtet, steht vor einer Leihe zum FC Porto.

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