Klich und Russ weg! Pogatetz vor Abflug?

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In Frankfurt angekommen: Der Ex-Wolfsburger Marco Russ spielt nun für die Eintracht.

eh Wolfsburg. Ob Klaus Allofs im Urlaub richtig abschaltet hat? Eher nicht! Schließlich hatte der Manager von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg in den spielfreien Wochen zahlreiche Personalfragen zu klären. Und Allofs war fleißig. Im einst aufgeblähten VfL-Kader herrschte mächtig Bewegung.

„Wir haben viele Personalien abarbeiten können“, ist Allofs zufrieden. Nun wechselten auch noch Mittelfeldspieler Mateusz Klich zum holländischen Club PEC Zwolle und Abwehrspieler Marco Russ (Foto) zu Eintracht Frankfurt.

„Wir sind dem Ziel, den Kader übersichtlicher zu gestalten, schon näher gekommen“, konstatierte Allofs. Weitere Transfers – von Ibrahim Sissoko und Emanuel Pogatetz – stehen bevor. „Bei den Spielern haben wir entschieden, dass es für sie im Kader nicht so viel Sinn macht“, sagte Allofs. Weitere Gespräche würden folgen.

Bewegung dürfte auch in den Transfer von Wunschspieler Timm Klose kommen. Der Verteidiger aus Nürnberg will nach Wolfsburg. „Mit Timm ist alles geklärt“, bestätigt VfL-Trainer Dieter Hecking. Ein Angebot ist abgegeben. „Die Entscheidung fällt in den nächsten Tagen“, sagt Allofs. Er stellt aber klar: „Wir wollen marktübliche Preise zahlen und gehen nur bis zu einem bestimmten Grad.“ Die Verantwortlichen schauen sich weiter nach Alternativen um.

Unter Zugzwang stehen die Wölfe nicht. „Wir haben einen interessanten Kader“, sagt Allofs. Darum werde man sich nur punktuell verstärken. Der Manager stellt klar: „Wir sind auf der Suche nach Qualität.“

Diese Qualität könnten auch die zahlreichen Rückkehrer mitbringen. Bei Giovanni Sio sieht Hecking „sehr positive Ansätze“. Den Südkoreaner Koo, an dem mehrere Bundesligisten interessiert waren, habe man ohnehin nicht abgeben wollen. Auch bei Tolga Cigerci stehen die Zeichen auf Bleiben. „Er hat mich angerufen und gesagt, ich gebe hier Vollgas“, erzählt Hecking. Deshalb sei der Mittelfeldspieler auch eine ernsthafte Alternative.

Fest steht aber: Auf dem Transfermarkt wird noch etwas passieren - sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung. „Ich bin noch nicht ganz glücklich, was den Kader angeht“, sagt Hecking. Bis zum 31. August, dann endet die Transferperiode, haben Allofs und er noch Zeit, daran etwas zu ändern.

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