Fußball – Bundesliga: Wolfsburg trifft zum Hinserien-Abschluss auf das Liga-Schlusslicht

Klare Vorzeichen in Köln?

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Maximilian Arnold (Mitte) wird in der Domstadt wieder die Fäden im Mittelfeld ziehen. Nach zwei Remis zuletzt, brauchen die Wölfe unbedingt wieder einen Sieg.

Köln. Der Eine ist schwer zu schlagen, der Andere hat in der Fußball-Bundesliga noch gar keinen geschlagen. Der Eine, der VfL Wolfsburg tut dennoch gut daran, den Anderen, den 1. FC Köln, nicht zu unterschätzen (Samstag, 15.30 Uhr).

Denn auch wenn die Domstädter noch ohne Sieg in der laufenden Fußball-Bundesliga-Saison sind, wirkten sie zuletzt unter ihrem neuen Trainer Stefan Ruthenbeck weniger harmlos als zuvor. Beim 3:4 gegen den SC Freiburg schnupperten die Kölner nach einer 3:0-Führung sogar lange Zeit am ersten Dreier. Und auch gegen den FC Bayern München verkaufte sich das Schlusslicht teuer, verlor knapp mit 0:1.

Olaf Rebbe, VfL Sportdirektor, hat deshalb viel Respekt vor dem kommenden Gegner: „Das wird ein „tricky“ Ding. Ein gutes Spiel muss her, dann können wir erfolgreich sein.“ Und auch Paul Verhaegh warnt vor Köln: „Das wird ein ganz schwieriges Spiel.“ Der holländische Außenverteidiger ist sich sicher, dass der FC alles reinhauen wird, um nach der Hinserie wenigstens einen Sieg auf der Habenseite zu verbuchen. Für VfL-Coach Martin Schmidt kann es indes nur ein Ziel geben: „Wir gehen nach Köln und streben den Dreier an.“ Die Unentschieden-Könige der Liga würden sich damit weiter von der Abstiegszone entfernen und dem FC ein halbes Jahr Vorlauf geben, um für die 2. Bundesliga zu planen.

Das weiß auch Schmidt, der den Gegner lobt: „Köln hat ein Team, das funktioniert.“ Bei einer möglichen Startelf wollte sich der Trainer erwartungsgemäß nicht in die Karten schauen lassen: „Wir werden sicherlich etwas verändern, auch um Spieler nicht zu verheizen.“

Nach dem starken Joker-Auftritt, trotz Slap-Stick-Einlage, dürfte Divock Origi wieder für Yannick Gerhardt auf den rechten Flügel rücken. Ansonsten könnte William auf der linken Abwehrseite eine Pause bekommen. Marcel Tisserand und Gerhardt stünden hier bereit.

Doch egal, mit welcher Aufstellung der VfL aufläuft, er wird sich im Vergleich zu den letzten beiden Partien besonders in der Offensive steigern müssen. Gegen den HSV erspielten sich die Wölfe über 90 Minuten keinen echten Hochkaräter. Gegen die Roten Bullen aus Leipzig klappte dies erst, als dem Gast die Puste ausging und sich mehr Räume boten. In Köln muss der VfL nun seine Chancen nutzen, auch um die Abstiegsränge auf Distanz zu halten.

Von Christian Thiemann

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