Fußball – Bundesliga: Wölfe wollen punkten und Hannovers mangelnde Europapokal-Tauglichkeit nachweisen

Kind-gerechtes Auftreten im Derby

Schön und erfolgreich: Hannovers Christian Schulz (r.) klärt spektakulär vor Wolfsburgs Kevin de Bruyne. Die besseren Karte auf eine Europapokal-Teilnahme haben aber die Wölfe.
+
Schön und erfolgreich: Hannovers Christian Schulz (r.) klärt spektakulär vor Wolfsburgs Kevin de Bruyne. Die besseren Karte auf eine Europapokal-Teilnahme haben aber die Wölfe.

Wolfsburg. Martin Kind hat sein Urteil gefällt. Über das eigene Team. Jetzt und damit sehr früh in der Saison. Für die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb sei Hannover 96 in dieser Saison noch nicht gut, nicht stabil genug, meinte der 96er-Präsident jüngst.

Ein gezieltes Schlechtreden – ausgerechnet vor dem Derby gegen den VfL Wolfsburg (Sonnabend, 15. 30 Uhr)?.

Von Äußerungen dieser Art wollen sich die Wölfe überhaupt nicht ablenken lassen. „Wichtig ist, dass wir fokussiert sind, wenn es um unsere Aufgaben geht. Wir haben Typen in der Mannschaft, die erfolgshungrig sind und wissen, dass es jetzt darauf aufkommt nicht nachzulassen“, sagte Wolfsburgs Coach Dieter Hecking.

Und zu den Hauptaufgaben der Grün-Weißen gehört: punkten, punkten, punkten. „Wir müssen weiter Punkte sammeln, um uns ein kleines Polster anzusammeln, von dem man in der Rückrunde zehren kann“, meint Hecking vor der nahenden Winterpause. Denn die Wölfe wollen wieder nach Europa und sind als Zweiter derzeit auch stark genug.

Das alles zählt aber am Sonnabend nicht. Denn es ist Derby. Und die Roten aus der Landeshauptstadt werden den Grün-Weißen im Niedersachsen-Duell nichts schenken. „Die 96er leben vom Teamgeist, sind immer bereit, bis an ihre Grenzen zu gehen“, ahnt Hecking, dass es eine enge Auseinandersetzung werden könnte.

In der sein Team aber nicht ausgeliefert sein wird. Schließlich hätten beide Teams Spieler in ihren Reihen, die „Aggressivität und Emotionalität für ihre Zweikämpfe brauchen. Das alles gehört zum Derby dazu“, sagte Hecking, der den nächsten Gegner drei Jahre lang (2006 bis 2009) betreute.

Aus der Sicht des 50-Jährigen ist das Spiel in Hannover nicht mehr von größerer Bedeutung, dennoch freut er sich auf die Partie. Auch weil rund 2 500 grün-weißen Fans die Mannschaft begleitet werden. Deshalb würde der VfL auch gerne den Äußerungen von Kind mit einem erfolgreichen Auftreten gerecht werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare