Kein Wolfsburger Kater nach Doppel-Bock

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Tor geschossen, Bock geschossen: Der Mainzer Niki Zimling nutzt den Fehler von Wolfsburgs Torhüter Diego Benaglio und erzielt mit seinem ersten Saisontor die frühe Führung der Gastgeber.

dpa/mj Mainz. Der FSV Mainz 05 bleibt für den VfL Wolfsburg in der Fußball-Bundesliga ein Lieblingsgegner. Jedenfalls auswärts. Mit dem 1:1 (1:1) sicherten sich die Niedersachsen verdient einen Punkt bei den heimstarken Mainzern.

„Meine Mannschaft hatte von der ersten Sekunde verinnerlicht, was wir uns vorgenommen hatten. So wollen wir Fußball spielen. Das war ein richtiger Schritt nach vorn“, sagte VfL-Trainer Dieter Hecking.

Immerhin mussten die Wölfe nach der Roten Karte gegen Alexander Madlung (30. Minute) wegen einer Notbremse an Nikolai Müller eine Stunde lang in Unterzahl spielen. „Was wir danach abgeliefert haben, damit habe ich nicht gerechnet“, lobte der Wolfsburger Coach sein kampfstarkes Team.

Hecking hielt damit eine Wolfsburger Tradition am Leben. Zuletzt verlor der VfL im Dezember 2005 ein Punktspiel in Mainz (5:1). Den Schwung will der VfL nun mit in den DFB-Pokal nehmen. Die Vorbereitung auf das Viertelfinale am Dienstag bei Kickers Offenbach (20.30 Uhr) findet trotz der Nähe zwischen Mainz und Offenbach in Wolfsburg statt. „Bei uns ist das Wetter auch schlecht“, scherzte Hecking, der unbedingt in das Pokal-Halbfinale einziehen will.

Die Mainzer waren wie schon nach dem 2:2 gegen Schalke 04 nicht zufrieden mit dem Ergebnis. „Auch die Art und Weise des Spiels hat mir nicht gefallen. Wir haben zu unsauber gepasst und konnten nicht längerfristig Druck auf die Wolfsburger ausüben“, erklärte Co-Trainer Arno Michels, der den grippekranken Chef-Trainer Thomas Tuchel in der Pressekonferenz vertrat.

27 715 Zuschauer waren hoffnungsvoll, als Niki Zimling mit seinem ersten Bundesligator nach einem kapitalen Schnitzer von Torhüter Diego Benaglio das 1:0 erzielte (5.). Die Freude währte aber nur zehn Minuten, dann nickte Naldo eine Vorlage von Jan Polak zum verdienten Ausgleich ein.

Wolfsburg erwischte einen guten Start. 19 Sekunden waren gespielt, da verpassten Bas Dost und Ivica Olic eine Hereingabe von Marcel Schäfer. Mit dem Schnitzer ihres Torwarts rechneten die Wölfe aber nicht. Der Schweizer Benaglio spielte einen Ball direkt zu FSV-Stürmer Adam Szalai. Der wollte die unverhoffte Chance erst selbst nutzen, passte dann auf Zimling, der Benaglio bezwang.

Erst nach dem Ausgleich konnten die Rheinhessen die Partie offener gestalten. Wurde schnell gespielt, ergaben sich auch Räume. Zu schnell wurde es für Madlung. Nikolai Müller, wurde mit einem Griff zum Arm die klare Torchance genommen. Schiedsrichter Peter Sippel zögerte keine Sekunde und zeigte dem Wolfsburger wegen der Notbremse Rot. „Wie Josué, Polak und Vieirinha danach gearbeitet haben, war klasse“, meinte Hecking.

Bei leichtem Schneefall und schwer bespielbarem Rasen konnten die Mainzer auch nach dem Wechsel die numerische Überlegenheit nicht in Tore ummünzen. Geschickt stellte der VfL die Räume zu und ließ mit seiner aggressiven Spielweise keinen Mainzer Spielfluss aufkommen. Die größte Chance zum Sieg für Mainz vergab Szalai in der 86. Minute, als er eine Vorlage von Chinedu Ede neben das Tor setzte.

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