Fußball – Bundesliga: Eine Mischung aus Erleichterung und Selbstkritik bei Ginczek und Co.

„Kein Schönheitspreis“: Wölfe ordnen Sieg richtig ein

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VfL-Neuzugang Marin Pongracic (l.) war froh nach seinem siegreichen Debüt.

Paderborn – Als hätten sich Matchwinner Daniel Ginczek und Mittelfeldmann Renato Steffen abgesprochen, trafen beide Spieler vom VfL Wolfsburg unisono den Nagel auf den Kopf nach dem 4:2-Befreiungsschlag in der Fußball-Bundesliga beim SC Paderborn.

„Wir mussten keinen Schönheitspreis gewinnen. “ Aber die drei Punkte. Und das taten die kriselnden Wölfe am gestrigen Sonntagabend. Ein Stimmungsaufheller in grauen Tagen.

So groß die Freude über den Sieg auch war, Doppelpacker Ginczek ordnete ihn korrekt ein: „Es war ein Anfang vom Ergebnis her, aber klar möchten wir besser Fußball spielen.“ Denn das 4:2 konnte nicht über einige Wolfsburger Schwächen hinwegtäuschen. Wenngleich der VfL erstmals in dieser Bundesliga-Spielzeit viermal traf, wäre in Ginczeks Augen gut und gerne noch mehr drin gewesen. „Wir hätten auch das fünfte oder sechste Tor machen können.“

Auch defensiv zeigte sich Grün-Weiß abermals anfällig. „Es gibt so Phasen, wo jeder Standard des Gegners einschlägt. Wir sind aber auch durch einen Standard zurückgekommen. Die Reaktion der Mannschaft nach dem Rückstand freut mich riesig“, erklärte VfL-Trainer Oliver Glasner. Auch Steffen freute sich, dass sein Team „Moral gezeigt“ hatte. Balsam für die geschundene Seele, wie auch Torwart Koen Casteels unterstrich: „So etwas tut natürlich gut.“

Der Druck sei schon groß gewesen, räumte Maximilian Arnold ein. Und dann geriet der VfL zudem noch in Rückstand. „Es ging schon wieder alles nach hinten los. Ich muss ehrlich sagen, ich weiß auch nicht, was mittlerweile bei den Standards los ist...“ Die Wölfe müssten sich defensiv wieder auf die Basics besinnen. Doch letztlich hätte seine Riege nur einen Auftrag gehabt: zu gewinnen. Arnolds Fazit: „Es gibt noch viel Luft nach oben, aber ich bin froh, dass wir die drei Punkte geholt haben.“

Noch glücklicher war Marin Pongracic: Für den Zehn-Millionen-Einkauf aus Salzburg ging ein „Kindheits-Traum in Erfüllung. Mein Bundesliga-Debüt und dann gleich gewonnen. Wir wissen alle, wie wichtig dieser Sieg ist. Natürlich ein geiles Gefühl. Wir fahren nach Hause und feiern ein bisschen...“  ib

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