Fußball – DFB-Pokal: Angeschlagener Mehmedi und Weghorst glänzen mit Effektivität

(K)ein Schönheitspreis für Quoten-Jäger

Drauf damit! Admir Mehmedi (hier gegen Waldemar Anton) erzielte das wichtige 1:0 für Wolfsburg.
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Drauf damit! Admir Mehmedi (hier gegen Waldemar Anton) erzielte das wichtige 1:0 für Wolfsburg.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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ib Hannover. Es kam nicht von ungefähr, dass ausgerechnet diese beiden Spieler den VfL Wolfsburg am Dienstagabend gegen Hannover 96 ins Achtelfinale des DFB-Pokals bugsierten.

Denn der niederländische Torjäger Wout Weghorst und der Schweizer Mittelfeldspieler Admir Mehmedi bestechen bislang in dieser Saison mit hoher Effektivität.

Vor allem die Quote von Mehmedi kann sich sehen lassen. Acht Einsätze und 346 Spielminuten in beiden Wettbewerben stehen zu Buche – und dabei immerhin drei Tore und eine Vorlage. Umso ärgerlicher sei es, dass ihn „im Moment so kleine Verletzungen zurückwerfen, sobald ich in den Rhythmus komme“, seufzte der 27-Jährige. Er hätte eigentlich nie Probleme mit der Muskulatur gehabt in seiner Karriere. „Ich kann es mir auch nicht erklären, ich bin nicht so verletzungsanfällig.“ Doch auch in Hannover musste er nach knapp einer Stunde angeschlagen vom Feld. Eine Vorsichtsmaßnahme, wie Mehmedi erklärte. „Die Wade hat wieder ein bisschen zugemacht. Ich hatte ja schon vor dem Spiel ein bisschen Probleme. Stand jetzt ist es nichts Gravierendes – ich hoffe, dass ich bis Samstag gegen Dortmund wieder fit bin.“ An derselben Stelle hatte den früheren Leverkusener vor vier Wochen ein kleiner Faserriss bereits lahmgelegt. An seinem herrlichen Treffer in der 20. Minute hinderte es ihn nicht. Mehmedi gab zu: „Ich würde lügen, wenn ich sage, ich wollte ihn genau da reinnageln. Klar aufs kurze Eck, aber dass er so gut kommt, so präzise kann ich auch nicht schießen aus dem Winkel...“

Keinen Schönheitspreis konnte indes Weghorst für sein 2:0 gewinnen. „Es war ein bisschen krass“, schmunzelte der Holland-Schlaks nach seiner Stolper-Bude. Sein 96-Gegenspieler Walace schoss ihm, nachdem er den Ball schon vertändelt hatte, beim Klärungsversuch ans rechte Knie... „Zum Glück konnte ich noch das Knie heben“, so der VfL-Angreifer. Ansonsten war er mit Teilen der Team-, vor allem aber seiner eigenen Leistung trotz hoher Lauffreude nicht zufrieden. „Es war nicht so ein gutes Spiel von mir. Das Einzige, was du machen kannst, ist bei der einzigen Chance den Fuß reinzuhalten.“ Das reichte, um das Achtelfinale dingfest zu machen.

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