Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund wollen am Sonnabend nicht taktieren mit Blick aufs Pokal-Finale

Kein Herberger-Schachzug bei Generalprobe

Wird’s ein heißer Tanz? Der VfL Wolfsburg (l. Kevin de Bruyne) erwartet morgen Borussia Dortmund zur Generalprobe für das DFB-Pokal-Finale zwei Wochen später. Beide Teams wollen nicht taktieren und Vollgas geben.
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Wird’s ein heißer Tanz? Der VfL Wolfsburg (l. Kevin de Bruyne) erwartet morgen Borussia Dortmund zur Generalprobe für das DFB-Pokal-Finale zwei Wochen später. Beide Teams wollen nicht taktieren und Vollgas geben.
  • Ingo Barrenscheen
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Wolfsburg. Übung macht den Pokalsieger: Zwei Wochen vor dem Finale in Berlin treffen sich der VfL Wolfsburg und Borussia Dortmund in der Fußball-Bundesliga zur Generalprobe. Die große Frage für das vorletzte Saisonspiel am morgigen Sonnabend (15.30 Uhr) lautet: Offenes Visier oder verdeckte Karten?

Klares Aussage von beiden Trainern. „Zu taktieren, hat keine Relevanz. Den Schachzug hat Herberger ja ‘54 schon gebracht, deswegen können wir jetzt nicht 3:8 verlieren, damit wir das Finale gewinnen“, betonte Dortmunds scheidender Coach Jürgen Klopp vor dem Endspiel-Warm Up. VfL-Trainer Dieter Hecking plant ebenfalls keinen Schongang. „Wir wollen Vize-Meister werden und den zweiten Platz, den wir so lange innehaben, auch bis zum Saisonende verteidigen.“ Auch der Gegner verfolge ein klares Ziel. Dortmund werde sich nicht allein auf das Pokal-Finale verlassen, um nach einer verkorksten Saison doch noch in den Europapokal einzuziehen. „Die Borussia muss punkten, um noch den sechsten Platz und damit das internationale Geschäft sicher zu erreichen. Ich erwarte, dass der BVB mit der bestmöglichen Aufstellung spielen wird.“

Es könnte also ein Spektakel vor dem Spektakel in Berlin geben. Die Wölfen hätten sich Platz zwei über 32 Spieltage lang hart erarbeitet. „Den sollte die Mannschaft nicht so einfach herschenken“, wünscht sich Manager Klaus Allofs. Zumal die Grün-Weißen noch etwas anderes zu verteidigen haben: ihre eindrucksvolle Bilanz in den eigenen vier Fanwänden. Seit 21 Bundesliga-Spielen ist der VfL nun schon in der VW-Arena ohne Niederlage. Hecking: „Wir wollen unsere Heimserie ausbauen und eine Saison ungeschlagen bleiben.“

Allofs misst der Partie durchaus richtungsweisenden Charakter für das baldige Wiedersehen zu. „Ein Erfolg wäre nicht unwichtig, um mit einem guten Gefühl ins Endspiel zu gehen“, unterstrich der Wolfsburger Manager.

Es ist auch ein Duell zweier Rekord-Jäger. Die Wölfe können ihre Punkte-Bestmarke aus der Meistersaison (69) toppen. Der BVB indes wäre das erste Team, das von Platz 18 noch auf Rang sechs nach oben geschossen ist. „Das wäre eine coole Sache“, meint Klopp. Immerhin liegt sein Team in der Rückrunden-Tabelle nur drei Zähler hinter Wolfsburg. Weder in dieser Statistik noch im Gesamtklassement will sich der VfL von einer Borussia überholen lassen.

Von Ingo Barrenscheen

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