Fußball – Bundesliga: Ersatzkeeper Pervan rettet VfL Wolfsburg mehrmals vor Rückstand

Er kam, sah und hielt die Bälle

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Gegen Hannover eine Bank: Pavao Pervan vertrat den verletzten Stammtorhüter Koen Casteels.

Wolfsburg – Ein Ersatztorwart hat es nicht leicht, muss immer damit rechnen, ins kalte Wasser geworfen zu werden. So auch VfL-Keeper Pavao Pervan im Heimspiel gegen Hannover.

Nach der Oberschenkelverletzung, die sich die Nummer eins Koen Casteels beim Aufwärmen zugezogen hatte, war Pervan gefragt und überzeugte mit zwei starken Paraden.

Es stand 1:1, als das Spiel aus Wolfsburger Sicht zu kippen drohte. Doch Pervan erwies sich als Garant in zwei Situationen und parierte binnen kürzester Zeit und in höchster Not gegen 96-Akteur Genki Haraguchi. Das Switchen vom Bank- zum Spiel-Modus gelang dem 31-Jährigen. „Man will für die Mannschaft da sein und zeigen, dass sie sich auf einen verlassen kann. Das stärkt sicher auch das Standing im Team“, freute sich Pervan im Anschluss. Als Matchwinner sieht er sich aber trotzdem nicht: „Ich habe zwar zum wichtigen Zeitpunkt die Bälle gehalten, aber in erster Linie müssen wir vorn die Tore machen. Das haben wir gemacht und dann fühle ich mich schon als sehr wichtiger Teil des Sieges.“

Bei seinen drei Bundesliga-Spielen blieb Pervan ohne Pleite. Während es gegen Bremen ein 1:1 gab, siegte er in Leverkusen und nun auch gegen Hannover 3:1. „Das freut mich. Ich hoffe, es geht so weiter“, grinste der Keeper, dessen (Ersatz-)Rolle natürlich weiter klar definiert ist. Über weitere Einsätze würde er sich freuen, klar, aber: „Du wünschst deinem Mitspieler, mit dem du jeden Tag trainierst, keine Verletzung.“

Vor der Saison war der in Österreich geborene Pervan vom Linzer ASK gekommen. Der Verein, den übrigens Wolfsburgs Trainer-Kandidat Oliver Glasner trainiert. „Er ist ein sehr guter Typ und fachlich kompetent“, unterstrich Pervan, der aber zugleich betonte: „Aus Respekt meinem jetzigen Trainer gegenüber möchte ich keine Aussagen tätigen. Er hat es verdient, im Mittelpunkt zu stehen, weil er uns nach oben gebracht hat.“ Vielleicht gibt’s aber bald die Reunion mit Glasner.  rp

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