Der Jahrestag des Jokers: „Ein Super-Tor“

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Bankgeheimnis: Daniel Caligiuri erzählt Marcel Schäfer, wie er das 2:1 markierte. Zu Spielbeginn saßen beide noch draußen.

ib Berlin. Ein schöner Tag... Der 16. Februar dürfte ab sofort bei Daniel Caligiuri nach seinem Geburtstag (15. Januar) einen besonderen Platz im Herzen und Terminkalender einnehmen. Am 16. Februar 2013 hatte er letztmals in der Fußball-Bundesliga, noch für den SC Freiburg, ein Tor erzielt. Auf den Tag genau ein Jahr später nun wieder ein Treffer. Der erste im Dress des VfL Wolfsburg für den Flügelspieler.

Die punktgenaue Premiere: Sie war wichtig und wunderschön obendrein. Caligiuri, erst acht Minuten zuvor für Ivan Perisic eingewechselt, hämmerte die Wölfe mit einem Strahl – erst die zweite Ballberührung – zu Big Points gegen Verfolger Berlin. Wahrscheinlich steckte jede Menge Frust in Caligiuris Knaller aus 18 Metern! Vor zwei Wochen war er mit der ominösen Roten Karte wegen Beleidigung des Schiedsrichter-Assistenten auf Schalke (1:2) noch der Depp gewesen, nun der gefeierte Held in Grün-Weiß.

Vielleicht war das erste eigene Erfolgserlebnis auch der endgültige Türöffner beim VfL. Caligiuri hatte sich Ende der Hinserie in die Startelf gekämpft, drohte aber nach der Verpflichtung von Kevin de Bruyne schlechte Karten im prominent besetzten Mittelfeld zu haben. Doch Diegos Abgang und die meist mäßigen Leistungen von Konkurrent Perisic lassen die Aktien – erst Recht nach dem Hammer – wieder steigen.

Die „Klasseaktion“ gefiel auch Dieter Hecking. Der VfL-Coach freute sich besonders für seinen Matchwinner: „Ein Spieler, der lange darauf warten musste, bis er diese Aktion hat bei uns. Ein Super-Tor. Ich hoffe, dass ihm das richtig viel Schwung gibt.“ Damit Caligiuri künftig im Fußball mehr als nur einen Jahrestag zu feiern hat.

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