Irritationen um Diego-Strafe

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Diegos Zukunft entscheidet sich womöglich am Freitag nach einem Gespräch mit Felix Magath.

dpa Wolfsburg. Ungelöstes Problem statt unbelasteter Neuanfang: Der VfL Wolfsburg wird das leidige Dauerthema Diego auch zum Vorbereitungsstart in die neue Saison nicht los. Beim Trainingsstart am Freitag steht zunächst die Aussprache mit Arbeitsverweigerer Diego an. „Es wird ein Gespräch geben“, bestätigte ein VfL-Sprecher am Donnerstag.

onnerstag. Mit Spannung wird das Aufeinandertreffen der in Wolfsburg in Ungnade gefallenen Mittelfeld-Diva mit VfL-Herrscher Magath erwartet. Seit dem Saisonende blieb keine Zeit für einen Dialog, nachdem Diego am 34. Spieltag in Hoffenheim das Mannschaftshotel verlassen und seine Mitspieler im Stich gelassen hatte. „Wir müssen die beste Lösung finden“, sagte Diego im „Kicker“ zur geplanten Aussprache mit Magath. Ob diese am Freitag stattfindet, oder Magath Diego noch bis zum Aufbruch am Sonntag ins Trainingslager nach Oeversee (Schleswig-Holstein) zappeln lässt, ist unklar.

Fakt ist, dass Diego wegen des Eklats eine empfindliche Geldstrafe entrichten musste und ihm eine Abmahnung zugestellt wurde. Eine von „Sport Bild“ kolportierte „Rekordstrafe“ in Höhe von 500 000 Euro ist dem Brasilianer unbekannt. „Ich weiß davon nichts“, reagierte Diego auf den Bericht, wonach die Strafe seinem geschätzten Monatsgehalt entspräche.

Der VfL will diese Summe ebenso wenig kommentieren, wie anderslautende Informationen, wonach die gezahlte Strafe zwischen 100 000 und 200 000 Euro gelegen habe. „Die Summe ist vom Spieler gespürt worden“, so ein Club-Sprecher.

Wie es mit Diego weitergeht, ist offen. Es ist schwer vorstellbar, dass der noch bis 2014 an Wolfsburg gebundene Ballvirtuose noch einmal unter Magath aufläuft. Magath ist aber auf solvente Abnehmer angewiesen. Bei einem Rausschmiss wäre Diego ablösefrei gewesen und der VfL hätte keinen Cent seiner an Juventus Turin gezahlten Ablöse von rund 15 Millionen Euro erhalten. „Es kommt viel hoch über mögliche Clubs und sicher gibt es für mich immer irgendwelche Möglichkeiten“, sagte Diego, der zunächst das Gespräch mit Magath abwarten will. „Mein Vertrag läuft in Wolfsburg, wir entscheiden zusammen.“

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