Irreguläres Tor hin oder her: VfL ist selbst schuld

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Ashkan Dejagah (r.) sah nach diesem rüden Mittelfeld-Foul an Jefferson Farfan die Rote Karte.

am Wolfsburg. Bei allem Verständnis über den Handtor-Ärger: Der VfL Wolfsburg ist auch selbst schuld. Zum dritten Mal reichte dem Fußball-Bundesligisten ein deutlicher Heim-Vorsprung nicht aus, um als Sieger vom Platz zu gehen.

War es nun Pech, lag‘s am Unvermögen, haben vielleicht höhere Mächte ihre Finger im Spiel oder ist der VfL schlicht und ergreifend zu blöd zum Gewinnen? Dieser Ausdruck muss erlaubt sein angesichts dieser Bilanz. 3:4 nach 3:0 gegen Mainz, 2:3 nach 2:0 gegen Leverkusen und nun ein mageres 2:2 gegen die biederen Schalker trotz eines 2:0-Vorsprungs. Wieder roch es dank zweier herrlicher Vorlagen von Marcel Schäfer und der Tore von Grafite und Edin Dzeko (11., 33.) nach einem Sieg. Zumal die Wolfsburger lange das deutlich überlegenere und entschlossenere Team waren. Auch der 1:2-Anschlusstreffer durch Edu (39.) brachte die Wölfe nicht aus dem Konzept. Dennoch rätselten alle, wie das Gegentor fallen konnte. „Wie aus dem Nichts. Das hat den Spielverlauf völlig auf den Kopf gestellt“, sagte Trainer Steve McClaren. Dem kämpfenden, ackernden und spielerisch glänzenden VfL bot sich vor- und hinterher eine Reihe hochkarätiger Chancen. „Ich bin stolz auf mein Team“, meinte McClaren. Manager Dieter Hoeneß sprach von „großartiger Leistung“. Die Schlussphase – wie so häufig – ausgeklammert. Huntelaars Handspiel und der Feldverweis für Dejagah zum Trotz: „Man kann auch mit 2:1 gewinnen. Auch mit schwächeren 20 Minuten“, sagte Hoeneß. Für den VfL gelten offenbar andere Gesetze.

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