Fußball: Arnold wettert gegen Videoassistenten und eigenes Team

„Ich weiß nicht, wo die Tomaten liegen...“

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Fassungslos: VfL-Mittelfeldspieler Maximilian Arnold.

ib Mönchengladbach. Für ein paar Sekunden biss sich Maximilian Arnold auf die Zunge. Dann aber quoll der Ärger kochend aus ihm heraus.

Das Wolfsburger Eigengewächs holte nicht nur zum verbalen Rundumschlag in den eigenen Reihen aus, sondern echauffierte sich auch über eine Szene aus der 60. Minute. Weder Schiedsrichter Tobias Stieler noch der Videoassistent sahen offenbar eine Tätlichkeit von Mönchengladbachs Raffael.

Dieser wischte Arnold nicht nur oben durchs Gesicht, sondern trat unten auch noch ansatzweise nach. Ohne Folgen. Stieler schaute in diesem Augenblick in eine andere Richtung, bekam aber auch keinen Hinweis übers Headset. Arnold wettert: „Wir haben gefühlt 50 Millionen Zuschauer, wir haben einen Video-Schiedsrichter. Wo sind die alle? Ich weiß nicht, wo die Tomaten liegen... Aber wenn er das nicht sieht.“ Doch er wollte sich auch nicht zu sehr an der Szene festbeißen. Ob gegen zehn oder elf Fohlen: Am Ausgang hätte dies höchstwahrscheinlich nichts mehr geändert. Denn die Grün-Weißen hatten zuvor schon nach allen Regeln der Kunst versagt. Auch in diesem Gesichtspunkt nahm Arnold kein Blatt vor den Mund. „Das war ein bodenloser Auftritt. Jeder muss sich hinterfragen, was er für einen Mist gespielt hat. Wir haben jetzt ein langes Wochenende, da kann sich jeder lange Gedanken machen.“ Er war sich gleichwohl sicher, dass die Wolfsburger Mannschaft dann beim Abstiegs-Endspiel gegen den Hamburger SV ein anderes Gesicht zeigen werde. In die gleiche Kerbe schlug VfL-Kapitän Paul Verhaegh nach dem indiskutablen Auftritt. „Was wir in der ersten Halbzeit gespielt haben, war sehr, sehr schlecht. Ich habe keine Erklärung dafür.“ Dabei müsse doch jedem Spieler in Grün-Weiß bewusst sein, in welcher prekären Lage der Club wieder einmal steckt. Der Rechtsverteidiger monierte: „Das geht gar nicht, wenn man sieht, wie die Tabellensituation ist. Es werden immer weniger Spieltage.“

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