Hoeneß: Stevens nein, Verstärkungen ja

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Statement für den Trainer: Steve McClaren soll beim VfL nicht von Huub Stevens abgelöst werden, erklärte Manager Dieter Hoeneß.

ib Wolfsburg. Die letzten Spuren seines Infekts waren noch immer nicht verschwunden. Doch der Rückrunden-Start der Wölfe gegen Bayern München dürfte die endgültige Genesung von Dieter Hoeneß vorangetrieben haben.

Der Patient VfL genauso wie der Manager auf dem Weg der Besserung: Zumindest für den Augenblick wirkte Hoeneß nach dem 1:1-Remis glücklich. „Die wichtige Erkenntnis ist, dass man heute eine Mannschaft gesehen hat, die aufopferungsvoll gekämpft hat“, gab der 58-Jährige – trotz angenehmer elf Grad Plus mit dickem Schal umwickelt – zu Protokoll. Signale für solch eine Reaktion nach der Katastrophen-Hinrunde hatte er ausgemacht. „Erfreulich ist, dass die Mannschaft sie auch auf den Platz gebracht hat.“ Nur in den ersten 20 Minuten hätte sich der VfL schwer getan, zurückgeworfen durch das kuriose Gegentor. „Da haben wir Glück gehabt, dass wir nicht das 0:2 kriegen“, räumte Hoeneß ein. Im Anschluss aber ackerte Wolfsburg. „Wichtig ist, dass wir für unseren Aufwand belohnt worden sind.“ Freilich verfiel er nicht in Euphorie. „Ein Spiel allein reicht nicht. Wir haben noch nichts geschafft“, warnte Hoeneß vor sofortiger Selbstzufriedenheit. Dennoch sei der Auftritt ein positives Zeichen gewesen. Und auch ein Statement für den Trainer Steve McClaren? „Für den Verein, für alle, die dazugehören“, betonte der Geschäftsführer. Unmittelbar vor dem Start 2011 waren Gerüchte über angebliche Verhandlungen mit Huub Stevens in Medien kolportiert worden. Hoeneß winkte ab: „Lächerlich, eine Falschmeldung! Ich war in Salzburg, habe mich aber nicht mit Stevens getroffen, sondern einem befreundeten Hoteldirektor.“ Keineswegs dementieren wollte Hoeneß, dass die Wölfe bis Ende Januar noch auf dem Transfermarkt zuschlagen. Gegen Bayern saß kein Stürmer mehr auf der Bank. „In der Offensive brauchen wir noch etwas. Wir sind bemüht, etwas zu tun“, bekräftigte er. Die von McClaren geforderten drei bis vier Verstärkungen sieht Hoeneß nicht. „Es ist keine Kunst, vier Spieler zu verpflichten. Aber sie müssen uns auch helfen. Nur auf Krampf macht keinen Sinn.“ Wenige Meter weiter stand zu diesem Zeitpunkt Münchens Mark van Bommel. Der sagte zu seinen Wechselgerüchten, die auch den VfL betreffen. „Ich konzentriere mich auf Bayern, bin stolz, Kapitän dieses Vereins zu sein. Den Rest macht mein Berater...“

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