Hitzlsperger-Debüt, Kjaer-Wechsel?

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Thomas Hitzlsperger war wohl nicht der letzte Spieler, den Felix Magath in dieser Transferperiode geholt hat. Auch weitere Abgänge (Simon Kjaer) sind nicht ausgeschlossen.

am Wolfsburg. Die Transferpolitik und den Umbau des VfL Wolfsburg sollte man auch nach der überraschenden Verpflichtung von Thomas Hitzlsperger weiter im Auge behalten. Nächster Wackelkandidat ist Simon Kjaer. Hitzlsperger träumt indes von einer Rückkehr in die Nationalelf.

Die Vorzeichen auf eine vorzeitige Trennung verdichten sich. Kjaer wird mit dem AS Rom in Verbindung gebracht, mit dem er sich laut kicker angeblich einig sein soll. Die Römer müssten jedoch ihre von der „Gazetta dello Sport“ kolportierte Ablösesumme von sechs Millionen Euro um mindestens zwei Millionen aufstocken. Immerhin zahlte der VfL vor einem Jahr zwölf Millionen Euro für Kjaer, der von US Palermo kam.

Die Italiener gehen fest von einem Wechsel aus. Es sei nur noch eine Frage von Tagen, berichtete „Sky Sport Italia“. Bedingung für Kjaers Rückkehr nach Italien ist jedoch die Verpflichtung von mindestens einem neuen Innenverteidiger.

Felix Magath treibt also den Radikalumbau der Wölfe mit Nachdruck voran. Der frisch verpflichtete Hitzlsperger ist stolz, ein Teil dieser Umbaumaßnahmen zu sein. „Gerade ist alles noch sehr aufregend. Doch genau auf diesen Moment habe ich mich vorbereitet. Ich freue mich auf meinen ersten Einsatz im VfL-Trikot.“ Der womöglich heute bei Borussia Mönchengladbach (20.30 Uhr) erfolgt.

Gleichzeitig träumt der Linksfuß von einer Rückkehr in die Nationalelf. „Ich habe jetzt die Chance, mich Woche für Woche in der Bundesliga zu zeigen. Auch dem Bundestrainer“, sagte der 29 Jahre Mittelfeldspieler in einem Interview, das am Donnerstag auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) veröffentlicht wurde.

Er betonte jedoch, zunächst seine Rolle in Wolfsburg finden und mit dem VfL Erfolg haben zu wollen. Am Donnerstag trainierte er erstmals mit der Mannschaft und sieht sich gerüstet für ein eventuelles Debüt gegen Gladbach. „Ich fühle mich gut und habe das Trainer Felix Magath auch gesagt.“

Es könnte sein, dass Hitzls- pergers Verpflichtung schon bald in den Schatten gestellt wird. Nachdem Raúl auf Schalke vor dem Europapokal-Spiel aussortiert wurde, wird seit gestern über Magaths Interesse an dem Altstar, zu dem er ein sehr gutes Verhältnis pflegt, spekuliert. Sollte der gewünschte Diego-Verkauf vonstatten gehen, würden die Spekulationen neuen Nährboden erhalten. Zumal Magath selbst diese Diskussion befeuert. „Er ist ein Spieler, den ich sehr schätze.“

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