Hitz beleidigt Fritz – und Hasebe muss es ausbaden...

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VfL-Torwart Marwin Hitz beleidigte in Hoffenheim Schiedsrichter Marco Fritz und flog dafür vom Platz.

ib Sinsheim. Vollidiot. So heißt ein Bestseller-Buch von Tommy Jaud. Und mit diesem Schimpfwort soll Marwin Hitz am Sonnabend in Sinsheim Schiedsrichter Marco Fritz bedacht haben. Der unvermittelte Platzverweis und seine Folgen waren der Aufreger des Spiels.

Am gestrigen Sonntag feierte der Schweizer Schlussmann seinen 24. Geburtstag. Nach Party dürfte Hitz nicht zumute gewesen sein. Eigentlich war in Wolfsburg gerade so etwas wie ein Torwart-Hierarchiekampf ausgebrochen. Doch die bisherige Nr. 2 katapultierte sich gegen Hoffenheim erst einmal ins Aus. Zunächst ließ Hitz einen Fernschuss von Ryan Babel zum 1:0 durch die Finger flutschen.

Später dann die verblüffende Szene: In der 81. Minute hält Fritz Hitz plötzlich nach einer Hoffenheim-Großchance die Rote Karte unter die Nase! Der VfL-Keeper hatte einen Abstoß schnell ausführen wollen und „wurde von mir zurückgepfiffen, da ein zweiter Ball im Spiel war“, klärte der Unparteiische nach Spielende auf. „Daraufhin hat er mich beleidigt und in der Konsequenz die Rote Karte gesehen.“ Hitz reagierte völlig entgeistert, war sich zunächst offenbar keiner Schuld bewusst. Nach Rücksprache mit seinem Keeper kommentierte VfL-Coach Magath die Szene wie folgt: „Hitz hat was gerufen und der Schiedsrichter hat es als Beleidigung empfunden und ihn vom Platz gestellt.“ Hitz sei die „tragische Figur“ des Spiels gewesen. Mehr wollte er nicht dazu sagen, das sei ihm „zu blöd“. Am Sonntag äußerte sich Hitz zwar nicht eingehender zu der vermeintlichen Verbal-Attacke, kündigte aber eine Entschuldigung beim Schiedsrichter an.

Auf dem Platz wurde es nach der Hinausstellung erst richtig kurios: Da der VfL sein Wechselkontingent bereits erschöpft hatte, musste ein Feldspieler zwischen die Pfosten. Allgemeines Rumdrucksen. Marco Russ etwa schaute drein, als wolle er sagen: Um Himmels Willen... Letztlich streifte sich Makoto Hasebe die Torwart-Handschuhe und Hitz’ Trikot über. Der zurückhaltende Japaner hatte sich offensichtlich am wenigsten gewehrt. Und kassierte gleich sein erstes Gegentor.

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