Fußball – Bundesliga: Wolfsburg gegen Hoffenheim wieder 0:0 / Beste Möglichkeiten nicht genutzt

Hinten steht die Null – vorne auch

Ein Ding der Unmöglichkeit: Die unfassbare Parade von Hoffenheims Schlussmann OIiver Baumann verhinderte das sichere 1:0 für die Wolfsburger. Stürmer Mario Gomez (rechts) schaffte es nicht, den Ball wenige Meter vor dem Tor über die Linie zu drücken. Foto: dpa
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Ein Ding der Unmöglichkeit: Die unfassbare Parade von Hoffenheims Schlussmann OIiver Baumann verhinderte das sichere 1:0 für die Wolfsburger. Stürmer Mario Gomez (rechts) schaffte es nicht, den Ball wenige Meter vor dem Tor über die Linie zu drücken.
  • VonMichael Theuerkauf
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dpa/mth Sinsheim. Die Null steht weiter: Mario Gomez und der VfL Wolfsburg haben am dritten Spieltag der Fußball-Bundesliga leichtfertig einen Sieg verschenkt.

Der Nationalstürmer vergab beim 0:0 des Champions-League-Anwärters bei der TSG 1899 Hoffenheim etliche Chancen und wartet noch auf sein erstes Tor für den VW-Club. Vor 23 295 Zuschauern am Sonnabend in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena rettete der starke Torhüter Oliver Baumann der Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann einen Punkt.

Wolfsburg bleibt damit ohne Gegentor, Hoffenheim nach dem dritten Unentschieden noch ohne Sieg in dieser Saison. Es war das erste torlose Remis zwischen beiden Teams in bisher 17 Spielen. VfL-Chefcoach Dieter Hecking hatte einiges umgestellt und Philipp Wollscheid, Maximilian Arnold sowie Vierinha für Robin Knoche und die verletzten Luiz Gustavo und Daniel Didavi in die Startelf befördert. In der Hoffenheimer Abwehr kümmerten sich Ermin Bicakcic und Niklas Süle wechselweise um Gomez. Nach 17 Minuten verloren sie den 31-Jährigen erstmals aus den Augen: Gomez schüttelte noch Eugen Polanski ab, scheiterte aber an Baumann. Der Nachschuss seines Nationalmanschafts-Kollegen Julian Draxler ging am Pfosten vorbei. Draxler zog immer wieder gefährlich von links Richtung Hoffenheimer Tor. So auch nur zwei Minuten nach der ersten Großchance der Wölfe, als er ein feines Zuspiel von Gomez aber nicht zum 1:0 verwerten konnte, weil Baumann den Ball gerade noch an die Latte lenkte.

Spätestens da hatten die zweikampfstarken Gäste das Zepter übernommen, auch wenn auf der Gegenseite Andrej Kramaric (23.) aus spitzem Winkel das Leder über das VfL-Tor jagte. Hoffenheims Abwehr geriet immer mehr unter Druck. Rechtsverteidiger Sebastian Rudy musste nach einem Zusammenprall mit Wollscheid zudem zunächst mit einem Kopfverband spielen. Viel schlimmer für die TSG war aber, dass Abwehrchef und Jung-Nationalspieler Süle nach 36 Minuten wegen einer Beckenprellung nicht weitermachen konnte. So retteten die Kraichgauer nur mit Glück das 0:0 in die Halbzeit.

Die Wolfsburger bestimmten weiter Tempo und Taktik, auch wenn die Hausherren die erste klare Chance nach dem Wechsel hatten. Mark Uth verpasste seinen vierten Saisontreffer, als er von Rudy glänzend freigespielt worden war, aber nur das Außennetz traf 54.). Und dann war wieder Gomez an der Reihe: Nach einem Konter scheiterte der Angreifer erst per Kopf und dann per Fuß an Baumann.

Am Ende fehlte den Wolfsburgern der letzte Wille, das Spiel für sich zu entscheiden. In der Schlussphase waren sogar die unermüdlichen Hoffenheimer dem Tor des Tages näher: Sandro Wagner und der eingewechselte Kerem Demirbay hatten gute Einschussmöglichkeiten.

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