Helmes fehlt Dynamik, Wölfen die Entschlossenheit

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Die Durchschlagskraft von Alexander Madlung (M.), hier beim 1:2 in Hannover, ließen die Wolfsburger gegen Bayern München vermissen. „Es fehlte die Entschlossenheit“, monierte Trainer Dieter Hecking.

mj Wolfsburg. Ich bin wieder hier in meinem Revier. Frei nach Rockstar Marius Müller-Westernhagen freute sich auch VfL Wolfsburgs Stürmer Patrick Helmes über seine Rückkehr auf die Bundesliga-Bühne.

„Es tut gut, ein paar Minuten Einsatzzeit zu bekommen. Denn es ist jetzt wichtig, Spielpraxis zu sammeln“, sagte der lange wegen eines Kreuzbandrisses verhinderte Torjäger nach der 0:2-Niederlage gegen Bayern München.

So wichtig, dass der einstige Nationalspieler auch den Umweg über das Wolfsburger Regionalligateam nicht scheut. Im Test gegen den viertklassigen TSV Havelse (0:0) mischte Helmes am Sonnabend gleich wieder 90 Minuten mit.

„Patrick fehlt noch die Dynamik, um auch einmal an einem Gegenspieler vorbeizuziehen. Die muss er sich jetzt holen“, sagte Trainer Dieter Hecking, der sich zusammen mit Manager Klaus Allofs den nächsten Schritt von Helmes über 90 Minuten ansah.

Zwar hatte Helmes gegen Havelse die beiden größten Chancen auf einen Treffer. Nach eigener Aussage werde es bei ihm aber mindestens noch drei bis vier Wochen dauern, bis er wieder für die Wolfsburger Startelf in Frage kommt.

Geduld ist gefragt. Das weiß Hecking. Aber nicht nur bei Helmes, dessen Auftritt gegen den wohl wieder Meister aus München zum Spiegelbild für die gesamte VfL-Mannschaft wurde. Wie Hoffnungsträger Helmes spielten auch die Grün-Weißen gegen den schier übermächtigen Tabellenführer engagiert mit, brachten die Bayern aber kaum in Verlegenheit.

„Wir haben gegen einen sehr starken Gegner eine gute Leistung abgerufen. Um die Bayern zu schlagen, hätte es eine sehr gute gebraucht“, sagte Hecking, dem Einsatz und Abwehrarbeit bei seiner Mannschaft gefielen.

Lediglich die Durchschlagskraft blieb bei dem ständigem Bestreben, die Bayern vom eigenen Tor wegzuhalten, auf der Strecke. „Bis zum Strafraum haben wir es gut gemacht. Dann fehlte die Entschlossenheit“, urteilte Hecking.

Insgesamt sei sein Team auf dem richtigen Weg. „Es steckt viel Leben in der Mannschaft“, freute sich Hecking und hofft, dass die engagierte Leistung gegen die Münchner kein Eintagsfliege bleibt. „Wir müssen da jetzt die Messlatte anlegen, das wollen wir nächste Woche auch in Mainz so sehen“, so Hecking, der Sonnabend beim Auslaufen auf die beiden angeschlagenen Kroaten Ivica Olic und Ivan Perisic verzichten musste.

Ein gleichzeitiger, spiegelbildlicher Formanstieg von Helmes und dem VfL würde eine Leistung wie aus dem Bayern-Spiel dann auch mit Punkten abrunden.

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