Heimstärke als Hoffnung: VfL winkt vierter Sieg

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Lang, länger, Diego Benaglio: Der Keeper ist derzeit kaum zu überwinden und soll gegen Berlin den VfL-Sieg festhalten.

Wolfsburg - Von Arek Marud. Die grün-weiße Trumpfkarte heißt derzeit VW-Arena. Mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks landet der VfL Wolfsburg neuerdings Heimsiege. Auch gegen Hertha BSC Berlin (Sonnabend, 15.30 Uhr)?

Erfolge vor heimischem Publikum sind in dieser Saison für die Wölfe doppelt wichtig. „Weil wir auswärts bislang nicht so viele Punkte sammeln konnten“, sagt VfL-Trainer Felix Magath, der „an unsere Heimstärke anknüpfen möchte, um den Abstand nach vorne nicht größer werden zu lassen“.

Ein Dilemma zieht sich jedoch durch die ganze Saison. Egal ob in Wolfsburg, speziell aber in anderen Bundesliga-Stadion dieser Republik. „Es ist wichtig, dass wir die Stabilität, die wir zu Beginn der Spiele haben, länger halten und nicht wie zuletzt in Hamburg im Verlauf des Spiels mehr und mehr verlieren“, fordert Magath, der zumindest in der Rolle des Gastgebers Fortschritte sieht. „In den Heimspielen gelang uns das besser.“

Was mitunter an Diego Benaglio liegt. Der Keeper hat sein Dauertief endgültig abgelegt. Vergessen sind die Zeiten, als der Schweizer ein ums andere Mal patzte. „Er ist momentan in einer tollen Form. Durch seine starken Leistungen gibt er der Mannschaft mehr Sicherheit, so dass wir auch stabiler werden“, lobt Magath und stimmt seinen Keeper indirekt auf die Berliner Offensive ein. Adrian Ramos und Raffael seien für ihn „zwei Topleute“. Mit Patrick Ebert kommt ein schwer unberechenbarer Spieler dazu.

Benaglio und Co. müssen speziell bei Berlins Konterspiel aufpassen. „Aber auch die Innenverteidigung ist ganz ordentlich. Wir müssen auf der Hut sein“, fügt Magath hinzu und trifft auf alte Bekannte. Thomas Kraft, Christian Lell und Andreas Ottl trainierten eins unter Magath bei den Bayern. Auch ansonsten verfügt die Hertha über „eine gute Truppe, die nicht einfach zu schlagen ist“.

Berlins Trainer Markus Babbel schätzt im Gegenzug insbesondere den Erfolgstrainer. „Ich schätze Magath brutal. Man weiß, was man an ihm hat. Er verstellt sich nicht, er ist kerzengerade.“ Umso schöner wäre ein Erfolgserlebnis in der VW-Arena. „Ich glaube schon, dass wir Qualitäten haben, dort zu gewinnen“, so Babbel.

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