Fußball – Bundesliga: Dank Uduokhais Last Minute-Tor spielt Wolfsburg zum fünften Mal in Folge remis

Ein Heimspiel-1:1 – was sonst!?

Eine haarige Angelegenheit... Martin Schmidt hat mit den Wölfen den Remis-Rekord von Jörg Berger eingestellt. Fotos: dpa
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Eine haarige Angelegenheit... Martin Schmidt hat mit den Wölfen den Remis-Rekord von Jörg Berger eingestellt.
  • Ingo Barrenscheen
    VonIngo Barrenscheen
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dpa/ib Wolfsburg. Allmählich wird es unheimlich. Der VfL Wolfsburg kann nicht gewinnen. Aber eben auch nicht verlieren.

Dank des Last Minute-Treffers von Kopfballungeheuer Felix Uduokhai gab es gestern Abend zum Abschluss des neunten Spieltags in der Fußball-Bundesliga das fünfte Remis im fünften Spiel unter Trainer Martin Schmidt gegen die TSG 1899 Hoffenheim. Pikanterweise wie schon gegen Bremen und Hannover wieder ein Heimspiel-1:1 – was sonst!?.

Damit stellte Schmidt Jörg Bergers 26 Jahre alten Rekord als Bundesliga-Trainer ein. Zuvor hatte nur Berger 1991 als Trainer des 1. FC Köln einen Trainer-Einstand mit fünf Unentschieden am Stück erlebt.

Eins zu eins stand es übrigens nach der umkämpften Partie auch nach Foulelfmetern. Allerdings hatte nur Hoffenheims Nationalspieler Kerem Demirbay seinen Versuch versenkt (72.) vor 23 514 Zuschauern. Für Wolfsburg hingegen hatte Maximilian Arnold einen fragwürdigen Strafstoß verschossen (11.). Bedeutet in der Endkonsequenz: weiterhin Stagnation. Mit neun Punkten schweben die Wölfe nur knapp über der Abstiegszone.

Dabei waren die Gastgeber lange Zeit spielbestimmend und hätten früh in Führung gehen müssen. Schiedsrichter Felix Zwayer blieb nach zehn Minuten auch nach dem Studium der Videoaufzeichnung bei seiner Elfmeter-Entscheidung. In der fraglichen Szene hatten Wolfsburgs Angreifer Landry Dimata wie auch Gegenspieler Stefan Posch gehalten. Hoffenheims starker Keeper Oliver Baumann parierte den von Arnold scharf in die Mitte geschossenen Ball jedoch mit dem Fuß.

Schmidt hatte eine offensive Wolfsburger Mannschaft versprochen und tatsächlich war sein Team die meiste Zeit dominant. Das druckvolle VfL-Spiel bescherte Hoffenheim zwar immer wieder Kontergelegenheiten. Mehr als eine Großchance durch Florian Grillitsch bereits nach drei Minuten, die aufgrund eines Abspielfehlers von Daniel Didavi eingeleitet worden war und durch VfL-Keeper Koen Casteels klasse pariert wurde, sprang dabei aber nicht heraus. Die Grün-Weißen dagegen drückten auf das Tor. Didavis Freistoß hielt Baumann erneut klasse (38.). Nur eine Minute später knallte Origi den Ball von der Strafraumgrenze ans Lattenkreuz.

Nach der Pause wandelte sich das Geschehen allerdings. Plötzlich riss die TSG das Zepter an sich und verbuchte nunmehr ein Chancenplus. Schmidt reagierte, verhalf dem wiedergenesenen Nationalstürmer Mario Gomez zum Comeback. Doch es zappelte auf der anderen Seite: Marcel Tisserand brachte Benjamin Hübner im Strafraum zu Fall, Demirbay ließ sich die Chance nicht nehmen.

Das wiederum weckte noch einmal den Wolfsburger Widerstand. Uduokhai sorgte mit seinem späten Ausgleich für lange Gesichter bei den Gästen und mal wieder für zwiegespaltene Meinungen im VfL-Lager. Der Durchbruch will noch nicht gelingen.

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