Hecking hadert mit Hochkaräter-Mangel

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Ich glaub es nicht: Der VfL Wolfsburg (Robin Knoche/M.) spielte in Mainz überlegen, verlor aber 0:2.

ib/dpa Mainz. Gefällig ja – aber nur bis zur Strafraumkante. Dann war der VfL Wolfsburg in Mainz mit seinem Latein(amerika) am Ende. Kein Diego oder Luiz Gustavo vermochten dem Spiel der Wölfe am Sonnabend in der Karnevalshochburg den entscheidenden Kick zu geben.

„Ich habe ein richtig gutes Spiel gesehen mit dem negativen Zusatz, das die hochkarätigen Torchancen gefehlt haben“, bemängelte Trainer Dieter Hecking und befand folgerichtig: „Wir verlieren ein Spiel, das wir nicht hätten verlieren müssen.“ Mit dieser Meinung stand Wolfsburgs Coach nicht allein da. Auch Rechtsverteidiger Christian Träsch haderte mit der fehlenden Ausbeute: „Das war definitiv eine unnötige Niederlage. Wir kommen super aus der Halbzeit, müssen 1:0 in Führung gehen. Dann kriegen wir durch einen Standard das Gegentor. Dann wird’s natürlich schwer.“

Hecking räumte freimütig ein, vom Mainzer Verhalten vor dem 0:1, als sich alle 05er vor der Ausführung im Rudel außerhalb des Strafraums postierten, überrascht worden zu sein. „Die Eckball-Variante hatten wir nicht auf unserem Videomaterial. Wenn Thomas Tuchel das in der Woche so trainiert hat, dann alle Achtung“, zollte Hecking seinem pfiffigen Mainzer Kollegen Respekt.

Dieser lobte die disziplinierte Leistung seiner Elf gegen den dominanten Gegner. Tuchel: „Wir haben gut verteidigt und das Zentrum verdichtet, was bei den vielen Flanken und starken Individualisten des VfL sehr wichtig war.“

Freude beim FSV, Frust beim VfL. „Wir wollten unbedingt den Dreier einfahren, nun fahren wir mit traurigen Gesichtern nach Hause“, fühlte sich Träsch um den Lohn seiner Arbeit gebracht.

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