Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg will heute in Berlin nachlegen / Perisic vor Comeback

Hecking: „Brustlöser“ bestätigen

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Die Brust ist auch dank Doppeltorschütze Ricardo Rodriguez (l.) befreit. Nun wollen die Wölfe (Robin Knoche, Junior Malanda) in Berlin einen Sieg nachlegen. Foto: dpa

Wolfsburg. Wick Vaporub benötigt beim VfL Wolfsburg seit Sonntag allenfalls noch der grippegeplagte Maximilian Arnold. Bei den anderen Wölfe sind die Atemwege durch den 4:1-Erfolg gegen Bayer Leverkusen wieder frei.

„Das war ein Brustlöser“, stellte Trainer Dieter Hecking mit Genugtuung fest, schob vor dem Auswärtsspiel am heutigen Mittwoch bei Hertha BSC Berlin (20 Uhr) allerdings sofort hinterher: „Wir müssen das jetzt aber bestätigen. “.

Mit einer Eintagsfliege ist es nicht getan. Die grün-weißen Kopfschmerzen sind durch den Befreiungsschlag abgeklungen, ein gewisses Fieber ist aber geblieben, hat Hecking sehr zu seiner Freude registriert: „Die Mannschaft ist einfach unheimlich heiß aufs Gewinnen.“ Eine Einschätzung, an der sich der Coach und seine Schützlinge heute in der Hauptstadt messen lassen müssen.

Dort treffen sie auf einen verschnupften Gegner. Dem der VfL einen Schritt voraus ist. Denn anders als die Wölfe wartet die Hertha nach vier Spieltagen noch sehnsüchtig auf den ersten Sieg. Dieser würde vieles erleichtern, glaubt auch Berlins Trainer Jos Luhukay. „Das Erfolgserlebnis fehlt, da wollen wir alles tun, um das zu bewerkstelligen.“ Mit Blick auf den gut bestückten Wolfsburger Kader kommt bei Luhukay schon ein gewisser Neid auf. Deshalb lenkte er den Fokus gar nicht erst in diese Richtung. „Da gerät man vielleicht in Verzweiflung. Ich möchte, dass wir uns stärken. Wir werden versuchen, mit Mentalität die Qualität zu schlagen.“ Aufopferung gegen Aufbegehren also.

Gut möglich, dass Hecking der alten Dame frische Kräfte entgegenstellt. Arnold ist auch gegen Berlin kein Thema, soll seinen grippalen Effekt ordentlich auskurieren. Ersatzmann Vieirinha überzeugte gegen Leverkusen, bekommt aber Konkurrenz auf den Flügeln. Ivan Perisic drängt nach seiner Schulter-Verletzung erstmals in den Kader, könnte sein Saisondebüt feiern. Womöglich sogar in der Startelf. „Das werden wir gemeinsam entscheiden“, sagte Hecking gestern. Auch Josuha Guilavogui ist nach abgesessener Gelb-Rot-Sperre wieder eine Alternative fürs defensive Mittelfeld. Nicht zu vergessen Tor-Opa Ivica Olic. Dieser sei nach der Everton-Schmach in der Europa League „ziemlich müde“, gewesen, meinte Hecking und bot stattdessen Neuzugang Nicklas Bendter als einzige Sturmspitze gegen Bayer auf. Nun könnte es in vorderster Front die Rolle rückwärts geben. Denn Hecking hat bei Olic auch noch etwas anderes registriert: „Man merkt bei ihm einfach, wie hungrig er nach wie vor auf Tore ist.“

Von Ingo Barrenscheen

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