Hart, aber berechtigt: Rekord-Raus für Madlung

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Was habe ich gemacht? Alexander Madlung mimt den Unschuldigen. Schiedsrichter Peter Sippel kennt keine Gnade, zieht Rot!

mj Wolfsburg. Schiedsrichter Peter Sippel habe es so gesehen, sagte Dieter Hecking, Trainer vom VfL Wolfsburg, nach dem 1:1 beim FSV Mainz 05 lapidar zum Platzverweis von Abwehrspieler Alexander Madlung in der 30. Minute.

Richtig: Der Unparteiische aus München hatte den kurzen Griff des VfL-Akteurs an den Arm des durchlaufenden Mainzers Nikolai Müller beobachtet und den Zupfer als Unterbinden einer Torchance bewertet

Hart, aber wohl berechtigt. Offen blieb zwar die Frage, ob Müller den Pass von Adam Szalai überhaupt vor dem herausstürzenden VfL-Schlussmann Diego Benaglio erreicht hätte. Richtig ist aber, dass es eine Berührung zwischen Madlung und Müller gegeben hatte.

Das gab der Wolfsburger Abwehrmann dann im Anschluss auch zu. Unverständlich seine Erklärung für den Platzverweis. Es hätte zwar einen Kontakt gegeben. Schiedsrichter Sippel hätte aber schlecht gestanden und das Foul eigentlich nicht sehen können, versuchte sich Madlung nach seiner Rotbremse noch zu verteidigen.

Seiner sechsten Roten Karte! Damit ist der VfL-Abwehrmann, der aktive Spieler mit den meisten Platzverweisen und darf im nächsten Spiel gegen den FC Schalke 04 (Sonnabend, 15.30 Uhr) zusehen.

Für Madlung dürfte wie in Mainz dann der Däne Simon Kjaer wieder zum Einsatz kommen. Beim FSV verstärkte Kjaer – Offensivmann Olic musste weichen – neben Naldo die Innenverteidigung und bestritt damit sein 50. Bundesliga-Spiel im Trikot der Wölfe.

Dass Hecking gegen die Schalker sein Team nicht auf zwei Positionen umbauen muss, lag auch wieder an Schiedsrichter Sippel. VfL-Spielmacher Diego stieg bereits mit einer Gelben Karten belastet kurz nach der Pause rustikal gegen den Mainzer Bo Svensson ein und kam mit einer Ermahnung davon. Milde, aber wohl berechtigt. Irgendwie ausgleichende Gerechtigkeit.

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