Fußball – Bundesliga: 0:0 beim HSV hilft beiden nicht

Harmlose Wölfe so zahm wie Schafe!

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Kein Durchkommen für die HSV-Offensive. Felix Uduokhai (rechts) machte in der Innenverteidigung wieder einen guten Job...

dpa/ct Hamburg. Da war sie, die Chance sich von den Abstiegsplätzen in der Fußball-Bundesliga abzusetzen.

Genutzt hat sie der VfL Wolfsburg nicht und muss sich nach dem schwachen 0:0 beim Hamburger SV fragen, wieso es, nach zuletzt so starken Auftritten, gegen einen vermeintlichen Abstiegskandidaten nicht mal zu einem Torerfolg reichte. Da sowohl Bremen, als auch Mainz gegen Topteams punkteten, bleibt es auch für die Wölfe spannend, denn der Vorsprung zu den Bremern ist wieder auf vier Punkte geschrumpft.

Der HSV hatte vor 45 226 Zuschauern zwar fast über die vollen 90 Minuten mehr vom Spiel gehabt, musste sich am Ende aber mit dem ersten 0:0 in einem Bundesliga-Duell mit den insgesamt enttäuschenden Niedersachsen begnügen. „Ganz klar, wir haben heute Glück gehabt“, räumte der über den Punktgewinn mehr als zufriedene VfL-Coach Martin Schmidt ein.

...genau wie John-Anthony Brooks (rechts), der dem Jungnationalspieler Jann-Fiete Arp nur wenig Freiräume gab und damit maßgeblich dafür sorgte, dass der VfL erneut zu Null spielte. 

Die Hamburger, die sich am letzten Spieltag der vergangenen Saison gegen den VfL durch ein spätes Tor von Luca Waldschmidt zum 2:1-Sieg den direkten Klassenverbleib gesichert hatten, mussten ohne Bobby Wood auskommen. Für den an Knieproblemen leidenden Amerikaner kam das Talent Tatsuya Ito ebenso in die Startformation wie überraschend der Brasilianer Walace für Kapitän Gotoku Sakai. Bei den Wolfsburgern kehrte Maximilian Arnold wie erwartet nach seiner Rotsperre zurück. William vertrat den erkrankten Gian-Luca Itter (Bronchitis) auf der linken Abwehrseite. Für Yannick Gerhardt war dagegen kein Platz in der Startformation.

Bei einsetzendem Schneetreiben hatten die Gäste eine Woche nach dem ausgiebig gefeierten 3:0-Heimtriumph über Borussia Mönchengladbach von Beginn an einen schweren Stand. Walace (5.), Jann-Fiete Arp (31.), der freistehend am Tor vorbeischoss, und Gideon Jung (33.) ließen dabei erstklassige Einschussmöglichkeiten für die überlegenen, aber im Abschluss zu fahrigen Hausherren aus.

Die Niedersachsen waren ihrerseits zwar durchaus bemüht, selbst auch konstruktiv nach vorne zu spielen, doch Nationalspieler Mario Gomez war dort meist auf sich allein gestellt. So war es dann auch kaum verwunderlich, dass HSV-Keeper Christian Mathenia vor der Pause keinen einzigen gefährlichen Schuss auf seinen Kasten bekam.

Nach dem Wechsel wurden die Wölfe etwas zwingender, mehr als insgesamt zwei Torannäherungen kamen aber auch in der zweiten Spielhälfte nicht zustande. Mit der Hereinnahme von VfL-Schreck Waldschmidt (60.) unterstrich Gisdol seine Zielvorgabe des dritten Heimsieges in Serie noch einmal. Neun Minuten später verhinderte VfL-Torwart Koen Casteels mit einer Glanzparade bei einem Schuss von Dennis Diekmeier das 1:0. Da Spielmacher Hunt ebenso wie der später ausgewechselte Arp nicht ihren besten Tag erwischt hatten, blieben gute Offensivaktionen Mangelware. Der VfL dagegen kam nicht mehr gefährlich vors HSV-Tor, sodass es beim 0:0 blieb.

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