Fußball – DFB-Pokal, Achtelfinale: Wolfsburgs Coach verwundert mit seinen Aussagen / Steffen hadert nach Topchance

„Gut mitgehalten“: Diese Meinung hat Labbadia recht exklusiv...

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Da hätte er die Lippen wohl besser zusammengekniffen: VfL-Coach Bruno Labbadia sah ein besseres Spiel seiner Mannschaft in Leipzig als das Gros der Zuschauer.

ib Leipzig – Diese Aussagen von Bruno Labbadia verwunderten dann doch. „Wenn man sich Leipzig in letzter Zeit angeschaut hat, haben wir gut mitgehalten“, meinte der Coach des VfL Wolfsburg am gestrigen Abend nach dem DFB-Pokal-Aus. Gut mitgehalten? Ein geschöntes Fazit.

Und auch ein zweiter Satz des Leitwolfes ließ aufhorchen. „Mit dem 1:0 ist uns so ein bisschen das letzte Vertrauen flöten gegangen. “.

Wohl gemerkt. Leipzigs Führung fiel gerade einmal nach neun Minuten. Und hatte sich, da hatte Labbadia Recht, nicht angebahnt. „Das Tor kam ein bisschen aus dem Nichts.“ Warum zu diesem frühen Zeitpunkt allerdings das Selbstvertrauen direkt weggewesen sein soll, bleibt ein Rätsel. Immerhin haben die Grün-Weißen in dieser Spielzeit schon häufiger bewiesen, dass sie sich durch Rückschläge nicht aus der Bahn werfen lassen.

Doch in der Tat entpuppte sich das weitere Auftreten der Wölfe als ungewohnt mutlos. Renato Steffen sprach von „Chancen“. In der Tat hatte sein Team im Grunde nur wenige nennenswerte Szenen. Die größte Gelegenheit besaß er nach einer Viertelstunde selbst. „Den Ball von mir hält er (Peter Gulacsi, Anm. der Red.) überragend. Da weiß ich nicht, was ich anders machen soll, er war platziert in die Ecke.“ Auch RBL-Trainer Ralf Rangnick gab mit Blick auf diese Szene zu: „Da hat uns Peter Gulacsi grandios gerettet.“

Im Anschluss allerdings völlige Funkstille im Wolfsburger Offensivspiel. Kein Glauben in die eigenen Aktionen. Häufig kam die Kugel wie ein Bumerang zurück. Auch wenn der VfL laut Labbadia am Ende „mehr Zugriff“ bekam. Letztlich konnte Rangnick die fehlende Kaltschnäuzigkeit seines Teams („Im Pokal zählt nur, ob du weiterkommst“) verschmerzen. Steffen erkannte zurecht. „Das war heute kein gutes Spiel von uns.“  

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