Gut! Aber auch gut genug für Sieg?

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Eigentlich wie immer in Leverkusen: Während die Bayer-Spieler Tore und Siege bejubeln, schreit der Ex-Wolfsburger Simon Kjaer (r.) seine Enttäuschung heraus.

Wolfsburg - Von Ingo Barrenscheen. Happy Birthday t(w)o you! Dieter Hecking ist sicherlich nicht im vergangenen Winter beim VfL Wolfsburg eingestellt worden, weil er am gleichen Tag Geburtstag hat wie der Fußball-Bundesligist. Aber es ist eine netter Nebenaspekt, dass der Chefcoach am gestrigen Donnerstag analog zum Verein sein Wiegenfest feierte. Club wie Coach vereint auch ein gemeinsamer Wunsch: Am morgigen Sonnabend (15.30 Uhr) soll der Fluch bei Bayer Leverkusen, wie die Kerzen auf dem Kuchen, weggeblasen werden.

Ein größeres Geschenk könnten die Grün-Weißen ihrem Arbeitgeber/Vorarbeiter nicht machen. Um die Ausgangslage mit Klaus Lage zu beschreiben: 15 Mal gespielt, 15 Mal ist nichts Siegreiches passiert in der BayArena für die Wölfe. Nur die Bilanz bei Rekordmeister Bayern München ist noch mieser. Macht es morgen endlich zoom?

Allein darauf zu vertrauen, dass nach Schalke 04 (4:0) zum zweiten Mal in der noch jungen Saison ein Gegner mit den Gedanken schon beim Millionenspiel in der Champions League ist, dürfte nicht reichen für den VfL-Durchbruch in Leverkusen. Das unterstrichen auch die Worte von Bayer-Coach Sami Hyypiä, der mit dem Tabellendritten kommende Woche in der Königsklasse auf Manchester United trifft: „Wir wären dumm, wenn wir uns bereits auf Dienstag konzentrieren, ohne an Samstag zu denken.“

Die Vorsicht des Finnen ist aus VfL-Sicht angebracht. „Meine Mannschaft ist heiß darauf, die graue Serie zu durchbrechen“, sagt Hecking, der sein Team als nicht chancenlos sieht. Leverkusen wäre ein sehr spielstarker und guter Gegner, der den gehobenen Bundesliga-Ansprüchen gerecht würde. „Aber wir sind auch gut und deshalb rechne ich mir auch etwas aus“, ist Hecking zuversichtlich.

Von der bisherigen Auswärts-Spielweise, die dem VfL nur Platzverweise und Niederlagen einbrachte, will Hecking nicht abweichen. „Wir müssen weiter aggressiv spielen und versuchen, unser Spiel durchzubringen. Wir können und wollen uns nicht bremsen.“ Gelingt erst der Premieren-Sieg bei Bayer, gäbe es wohl kein Halten mehr.

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