Fußball – Bundesliga: Brasilianer in Gelb-Rangliste top

Gustavo steht dort, wo VfL gerne wäre...

+
Nah dran an der ersten Sperre: Luiz Gustavo (r., hier gegen Ronny) sah in Berlin die vierte gelbe Karte im fünften Saisonspiel.

mj Berlin. Nach dem 0:1 bei Hertha BSC Berlin liegt der VfL Wolfsburg in (den Statistiken) der Fußball-Bundesliga auf einem Spitzenplatz. Auf dem geteilten ersten Rang. Allerdings nur in der Person von Luiz Gustavo.

In den ersten fünf Saisonspielen holte sich der Brasilianer schon vier (!) Gelbe Karten ab, muss wie Frankfurts Carlos Zambrano nach der nächste Verwarnung ein Spiel pausieren.

Sinnbild für die bisherige Saison! Denn wie der WM-Fahrer im defensiven Mittelfeld selten auf der Höhe des Geschehens erscheint, hinkt auch die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking den Zielen hinterher. Nur Platz zwölf mit mageren fünf Zählern.

Von einem Fehlstart wollte Torhüter Diego Benaglio aber nicht sprechen. „Wir haben nur nicht die Punkte auf dem Konto, die wir uns vorgenommen hatten“, stellte der Schweizer nüchtern fest. Richtig: Schon mit einem Sieg in Berlin und dem Sprung auf Platz sieben hätte die Wolfsburger Welt viel freundlicher ausgesehen.

Tat sie letztlich aber nicht, weil „wir insgesamt zu wenig Durchschlagskraft“ entwickelt haben, wie der VfL-Kapitän monierte. Die Wölfe hatten 70 Prozent Ballbesitz, spielten doppelt so viele Pässe wie die Hausherren und kamen mit all ihren Bemühungen nur bis zum Strafraum. „Wir waren zu wenig effektiv und müssen konstanter werden“, erklärte Benaglio etwas ratlos.

Das gilt sicher nicht für Gustavo. Die Konstanz, mit der er Gelbe Karten sammelt, ist er schon einsame spitze.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare