Fußball – VfL-Neuzugang endlich da

Guilavogui will mit Wölfen hoch hinaus

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Ab sofort Konkurrenten im defensiven Mittelfeld: Neuzugang Josuha Guilavogui (l.) und Junior Malanda. Foto: dpa

Wolfsburg. Nicht nur Kinder spielen Versteck. Auch der VfL Wolfsburg musste am Donnerstagabend gezwungenermaßen seinen Top-Transfer Josuha Guilavogui noch vor neugierigen Blicken schützen.

Der Franzose stieß zwar schon zu seinem neuen Club im Trainingslager in Donaueschingen, aber erst nach Signatur aller (!) Unterlagen durften die Wölfe nach Absprache mit dem abgebenden Verein Atlético Madrid den 23-Jährigen präsentieren. Gestern war es nun soweit.

Guilavogui kommt wie erwartet für zwei Jahre auf Leihbasis vom spanischen Meister und Champions League-Finalisten zum VfL. Für geschätzte vier bis fünf Millionen Euro Ablöse. „Wir freuen uns sehr, unseren Kader mit einem jungen Spieler mit großem Potenzial weiter verstärken zu können“, strahlte Manager Klaus Allofs, nachdem endlich alle Formalitäten des Kaugummi-Deals erledigt waren. Guilavogui verfüge bereits über internationale Erfahrung „und wird seinen Teil dazu beitragen, die Mannschaft in ihrer Entwicklung weiter voranzubringen“, betonte Allofs.

Auch Cheftrainer Dieter Hecking freut sich auf die Allzweckwaffe: „Wir haben einen sehr flexiblen, jungen und interessanten Spieler für uns gewonnen.“ Guilavogui sei im Defensivbereich variabel einsetzbar und werde der Mannschaft weiterhelfen.

Der athletische Akteur war von der Beharrlichkeit der Wolfsburger Führung beeindruckt. „Der VfL hat sich enorm um mich bemüht. Das macht den Unterschied aus, wenn ein Klub einfach nicht locker lässt.“ Nach den Gesprächen mit Allofs und Hecking sei für ihn klar gewesen: Er will nur zum VfL. Auch der ehemalige Wolfsburger Mario Mandzukic hätte ihm einen Wechsel schmackhaft gemacht.

Beim Bundesligisten würde der Mann mit der Nummer 23 am liebsten auf der Sechs spielen. Aber auch gegen die Position in der Innenverteidigung „würde ich mich nicht wehren“, so Guilavogui. Auch nicht gegen die Champions League. Nach Platz fünf in der Vorsaison „wäre es schön, wenn es noch ein bisschen weiter nach oben gehen könnte.“ Womöglich feiert er schon morgen gegen Ex-Club Atlético sein Debüt im VfL-Dress.

Von Ingo Barrenscheen

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