Fußball – DFB-Pokal, 1. Runde: VfL Wolfsburg siegt in Darmstadt erst nach Elfmeterschießen

Grün verhindert den Worst Case

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Kampf statt Kunst: Der VfL Wolfsburg (r. Neuzugang Aaron Hunt) quälte sich bei Zweitligist Darmstadt (Jerome Gondorf) in die zweite Runde des DFB-Pokals.

dpa/ib Darmstadt. Weniger ist manchmal mehr. Auch der VfL Wolfsburg hätte sich gestern am späten Abend weniger Dramatik gewünscht. Der Pflichtspielstart in der ersten DFB-Pokal-Runde legte doch sehr viel Leerlauf offen.

Immerhin verhinderten die Wölfe durch den 5:4-Sieg nach Elfmeterschießen bei Zweitliga-Aufsteiger SV Darmstadt 98 den Worst Case à la VfB Stuttgart oder FC Augsburg.

Während die Schwaben-Clubs gestrauchelt waren, rumpelten sich die Grün-Weißen mit Dusel in die zweite Runde. Die Blamage vom Böllenfalltor gerade so abgewendet. Naldo hatte die Nervenschlacht vom Punkt mit einem Fehlschuss eingeleitet. Doch der Brasilianer sollte nicht zur tragischen Figur des Abends werden. Denn Max Grün, der spontan für den erkrankten Diego Benaglio das Wolfsburger Tor hütete, war gegen die schwach geschossenen Versuche von Darmstadts Joker Maurice Exslager und Milan Ivana auf dem Posten.

„Mich freut es für Max Grün. Für ihn ist es ja bei uns nicht immer so glatt gelaufen“, sagte VfL-Manager Klaus Allofs. „Für uns ist es nicht nur wichtig weitergekommen zu sein, sondern dieses Erfolgserlebnis als Mannschaft gehabt zu haben.“ Auch Naldo atmete auf: „Die erste Runde ist immer eine schwierige Aufgabe. Wir waren 120 Minuten besser und sind verdient weiter gekommen.“

Bei aller Freude über dieses Weiterkommen: Fünf Tage vor dem schweren Bundesliga-Auftakt bei Bayern München kosteten diese 120 Pokal-Minuten plus Elfer-Krimi den VfL viel Kraft. Gerade spielerisch war der Favorit dem Pokalschreck von Beginn an überlegen. Der VfL schaffte es nur nicht, aus dieser Dominanz Torgefahr zu entwickeln. Gefährlich wurde es nur, wenn Kevin De Bruyne zum Abschluss kam. In der 23. Minute traf der Belgier nur die Latte.

Darmstadt dagegen lauerte auf Konter. Mit dieser Strategie hatten die Lilien vor einem Jahr schon Gladbach rausgeworfen. Beinahe wäre das Rezept auch diesmal aufgegangen, denn Hanno Behrens (97.) und Torjäger Dominik Stroh-Engel (102.) vergaben die beiden besten Chancen der Verlängerung. Ansonsten wagte sich Darmstadt nur selten nach vorn.

So wurde Aushilfs-Rechtsverteidiger Vieirinha nur selten ernsthaft gefordert. Seine Mannschaft belagerte fast die gesamte Zeit über das Darmstädter Tor, ließ dabei aber wie schon in vielen Vorbereitung-Spielen die Zielstrebigkeit vermissen.

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