Fußball – Bundesliga: Verhaegh nimmt Pleite auf seine Kappe, auch Knoche hadert

Der große Frust bei Unglücksraben

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Er wäre am liebsten im Boden versunken: Robin Knoche hadert nach seinem Eigentor zum Wolfsburger 0:1 gegen Schalke.

ib Wolfsburg. Ein Unglücksrabe kommt selten allein. . . Inmitten eines Trübsal blasenden Wolfsrudels schoben Paul Verhaegh und Robin Knoche am Samstagabend in der VW-Arena den größten Frust. Der eine hatte das Mega-Geschenk auf den möglichen Siegtreffer ausgeschlagen.

Der andere verursachte dann auf der Gegenseite den Genickbruch für die Wölfe.

Kaum zu glauben, aber wahr: Verhaegh leistete sich bereits den insgesamt fünften Wolfsburger Elfmeter-Fehlschuss in dieser Saison! Bei sechs Versuchen. Eine quälende Quote, erst Recht in Anbetracht der Tatsache, dass der Niederländer zu Zeiten beim FC Augsburg jeden Strafstoß praktisch blind versenkte. „In unserer Situation muss man so einen Elfmeter treffen“, ging der Spielführer mit sich selbst hart ins Gericht. „Das geht auf meine Kappe. Es tut mir unendlich leid für meine Mannschaftskollegen und für die Fans. Ich hätte gerne allen Leuten im Stadion einen Sieg gegönnt.“ Verhaegh gab zu, den Ball „nicht sauber und hart genug getroffen“ zu haben – S04-Keeper Ralf Fährmann ahnte obendrein die richtige Ecke. Letztlich traf Wolfsburg mit dem Eigentor von Robin Knoche sogar noch die volle Wucht des Abstiegskampfes. „Man sieht, wie hart Fußball sein kann“, seufzte Verhaegh.

In die gleiche Kerbe schlug sein Leidensgenosse Koche. „Es passt einfach zu unserer aktuellen Situation und ärgert mich am meisten. Wir hätten heute den Big Point mehr als verdient gehabt“, haderte der unfreiwillige Schalker Siegtorschütze. Zur Eigentor-Situation meinte der Abwehrspieler: „Als Verteidiger lässt du keinen Ball zwei Meter vor der Torlinie passieren. Es war weniger eine bewusste Aktion als ein Reflex.“ Dennoch versuchte Knoche, positive Rückschlüsse aus der Partie zu ziehen. „Ich würde mich noch mehr ärgern, wenn wir auch noch beschissen gespielt hätten. Die Leistung stimmt mich auf jeden Fall zuversichtlich.“ So müssten die Wölfe nach der Länderspielpause weitermachen.

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