Mit Grafite und Raute raus aus der Krise?!

Das einstige Stürmer-Traumpaar ist wieder vereint: Grafite (r.) darf gegen 96 an der Seite von Edin Dzeko spielen.

Wolfsburg - Von Arek Marud . Vor dem Derby gegen die Roten herrscht bei den Grünen Alarmstufe rot! Doch an Schwarzmalerei denkt beim VfL Wolfsburg vor dem heutigen Niedersachsenderby gegen Hannover 96 niemand.

Fußball verkehrt in der VW-Arena: Der Abstiegskandidat aus der Landeshauptstadt reist mit einem Sack voll Selbstvertrauen zu den Wölfen, die nach drei Auftaktniederlagen am Stück massiv in die Kritik und in die Krise geraten sind. Das Doppel-K soll mit einem neuen System und neuem Personal bekämpft werden. VfL-Trainer Steve McClaren verabschiedet sich von dem bevorzugten 4-3-2-1-System und kehrt zur Meistertaktik zurück. Der Engländer versucht es mit einer Mittelfeldraute und zwei Sturmspitzen. "Null Punkte aus drei Spielen – also müssen wir etwas ändern." Davon betroffen ist auch das Personal. Das einstige Angreifer-Traumpaar Grafite/Dzeko läuft erstmals in dieser Saison gemeinsam von Anfang an auf. Der Brasilianer hat sich regelrecht aufgedrängt. "Wer mich in den letzten Wochen sehr beeindruckt hat, ist Grafite. Nach der WM musste er sehr hart arbeiten, um seine Fitness zu erlangen. Als er dann draußen sitzen musste, war er natürlich enttäuscht", so McClaren, der dem einstigen Torschützenkönig einen Einsatz in Aussicht stellt. "Vielleicht bekommt er heute die Chance, sich zu beweisen." Im Mittelfeld werden voraussichtlich Makoto Hasebe (rechts) und Thomas Kahlenberg (links) ihr Startelf-Debüt geben. Dafür müssen Cicero und Mario Mandzukic auf die Bank. "Es geht nicht nur um die Formation, sondern auch um das Personal", so McClaren, der in dieser Woche einiges ausprobiert hat. Alexander Madlung etwa versuchte sich als Innenverteidiger neben Andrea Barzagli. Grundsätzlich seien System und Taktik sekundär. McClaren: "Wichtig ist nur, dass die Leistung stimmt, denn nur dann wird auch ein gutes Ergebnis folgen." Rückschläge sind aber einkalkuliert. "Ich denke nicht, dass wir uns schon gefunden haben. Noch spielen wir nicht wie ein Team." Doch darauf nehmen die rauen Bundesliga-Sitten keine Rücksicht. Ein Sieg muss her. Andernfalls sieht der VfL nach dem Spiel gegen die Roten nur noch schwarz …

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