Fußball – Bundesliga: Aber es gibt Relegation reloaded / Nach 4:1-Sieg über Köln geht’s nun gegen Holstein Kiel

Gottseidank kein Worst Case-Szenario

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Die Reise ist für Bruno Labbadia und den VfL noch nicht zuende...

dpa/ib Wolfsburg. Die totale Erleichterung kehrte durch das kontraproduktive Ergebnis aus dem Breisgau nicht ein. Aber immerhin verhinderte der VfL Wolfsburg am Samstag den Super-GAU: Durch das deutliche 4:1 (1:1) gegen den nur sporadisch Gegenwehr leistenden 1.

FC Köln schickten die Wölfe den Dino Hamburger SV in die Zweitklassigkeit, müssen aber nach der schlechtesten Bundesliga-Saison überhaupt wie im Vorjahr nachsitzen. Angesichts der Relegation reloaed fiel die Freude daher gedämpft aus.

...denn Wolfsburg (M. William, r. Renato Steffen) schlug zwar den 1. FC Köln (Leonardo Bittencourt) klar mit 4:1...

Da sich der SC Freiburg durch ein 2:0 gegen Augsburg direkt rettete, blieb Wolfsburg trotz des Kantersieges Drittletzter und spielt nun am kommenden Donnerstag und Pfingstmontag gegen Holstein Kiel (jeweils 20.30 Uhr) um den letzten Platz im deutschen Oberhaus. Das Damoklesschwert schwebt also weiterhin über den grün-weißen Köpfen. „Ich weiß, was uns jetzt da erwartet“, sagte VfL-Coach Bruno Labbadia, der seinen ersten Heimsieg seit seinem Amtsantritt in Wolfsburg im Februar erlebte. „Das, was wir erledigen mussten, haben wir getan. Jetzt geht der Fokus direkt auf Donnerstag.“

...doch die Erleichterung von William und Co. war nur im ersten Augenblick groß. Die Wölfe müssen wie schon im Vorjahr in die Relegation gegen Holstein Kiel.

Schon im vergangenen Jahr hatte sich der Meister von 2009 und Pokalsieger von 2015 erst in der Relegation durch zwei 1:0-Siege gegen Eintracht Braunschweig gerettet. Labbadia hatte sich 2015 zudem mit dem Hamburger SV gegen den Karlsruher SC durchgesetzt. Diesmal erwischte es den HSV trotz des parallelen 2:1-Sieges gegen Borussia Mönchengladbach doch – weil der VfL nach Toren von Josuha Guilavogui (1.), Divock Origi (54.), Robin Knoche (71.) und Josip Brekalo (90.+1) zu guter Letzt doch noch ein Sieg vergönnt war. Für Absteiger Köln traf lediglich Nationalspieler Jonas Hector (32.) – dafür allerdings äußerst sehenswert.

Nicht vorhandenes Abwehrverhalten der Rheinländer ermöglichte den Gastgebern nur 43 Sekunden nach dem Anstoß den Traumstart: Monsieur Guilavogui beruhigte die Gemüter. Fürs Erste. Denn in der guten Anfangsphase verpassten Origi und vor allem der ansonsten brillierende Brekalo eine weitere Beruhigungspille: Der kleine Kroate hatte FC-Keeper Timo Horn in der 19. Minute schon umkurvt, scheiterte aber an der Grätsche von Marcel Risse. Die liegen gelassene Mega-Möglichkeit löste augenscheinlich Nervenflattern bei den Wölfen aus. Hectors Traumtor zum überraschenden Ausgleich steigerte den Nervositäts-Faktor noch.

„Dann haben die Wolfsburger unsere Fehler eiskalt ausgenutzt“, sagte Kölns Trainer Stefan Ruthenbeck, der zur neuen Zweitliga-Saison durch Kiels aktuellen Coach Markus Anfang ersetzt wird. Bei der erneuten VfL-Führung standen die Gäste wieder nur Spalier. Knoches Kopfballtreffer räumte dann die letzten Zweifel vom Rasen.

„Dass wir auch mal vier Tore geschossen haben, tut uns gut“, sagte Labbadia, der allerdings mit personellen Sorgen in das Heimspiel am Donnerstag gegen Kiel geht. Womöglich erhöht Kapitän Paul Verhaegh (Platzwunde) das Krankenlager.

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