Fußball – Bundesliga: VfL-Stürmer trifft zum 1:0 gegen Darmstadt

Gomez setzt das Fußball-Märchen fort

Der gute Wolf im Wolfsburger „Fußball-Märchen“: Mario Gomez (links) freut sich mit Yunus Malli über seinen dritten Treffer im dritten Spiel unter Andries Jonker. Foto: dpa
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Der gute Wolf im Wolfsburger „Fußball-Märchen“: Mario Gomez (links) freut sich mit Yunus Malli über seinen dritten Treffer im dritten Spiel unter Andries Jonker. Foto: dpa

dpa/ar Wolfsburg. Spiel gewonnen, Platz vergangen: Der VfL Wolfsburg hat das Heim-Debüt von Trainer Andries Jonker gegen den SV Darmstadt 98 mit 1:0 (1:0) erfolgreich bestritten, gleichzeitig aber einen Rang in der Tabelle der Fußball-Bundesliga verloren.

Mario Gomez setzte mit seinem Treffer zum Pausenpfiff seine Tore-Serie unter Jonker fort. Ansonsten ließen die Wölfe Chancen en masse liegen.

Trotzdem: Der VfL bestätigte seinen Aufwärtstrend und blieb auch im dritten Spiel unter der Verantwortung Jonkers unbesiegt. Vor allem im zweiten Durchgang vergaben die Wolfsburger gegen überforderte und nicht bundesligataugliche Lilien einen deutlich höheren Sieg. Darmstadt blieb damit auch im zwölften Auswärtsspiel der Saison punktlos. Mit 15 Zählern haben die Hessen kaum noch realistische Chancen auf eine Rettung. Der Abstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz beträgt bereits 14 Zähler. Die Wölfe haben mit 29 Punkten hingegen zehn Zähler Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz. Da aber auch die direkte Konkurrenz im Kampf um den Relegationsplatz punktete – Bremen gewann 3:0 gegen Leipzig – fiel der VfL auf Platz 15 zurück und bleibt gefährdet.

Wolfsburg machte von Beginn an Druck auf die verunsicherte Gäste-Abwehr und war klar spielbestimmend. Auffallend waren jedoch die vielen technischen Mängel im Aufbau. Ernsthaft in Gefahr geriet die dezimierte VfL-Abwehr ohne Stammkeeper Diego Benaglio und die ebenfalls verletzten Jeffrey Bruma und Ricardo Rodriguez indes nicht. Darmstadt spielte bieder und destruktiv, Entlastung nach vorne gab es keine. Die Führung durch Gomez nach einer Flanke von Jannes Horn mit der letzten Aktion der ersten Hälfte war deshalb verdient.

Für den Nationalstürmer verlängerte sich eine kuriose Serie. In allen seiner bislang acht Spiele unter Jonker traf der 31-Jährige – nun bereits zum zwölften Mal. Vor seiner VfL-Zeit hatte der Niederländer Gomez 2011 bei Bayern München als Interimscoach betreut. Der Glücksbringer an der Seitenlinie meinte: „Manchmal kommt ein Fußball-Märchen vorbei und wir hoffen, dass es noch ein bisschen da bleibt.“

Dass die Partie nicht kurz nach der Pause entschieden war, lag an Riechedly Bazoer und Linienrichter Mark Borsch. Zunächst traf der niederländische Winter-Zugang des VfL nach Gomez-Vorlage das leere 98-Tor nicht (47.). Drei Minuten später wähnte der Unparteiische aus Mönchengladbach eine Flanke von Vieirinha vor einem erfolgreichen Kopfball des eingewechselten Paul-Georges Ntep irrtümlicherweise im Aus.

Die Abschlussschwäche Wolfsburgs wurde in der Folge weiter deutlich: Der zweitschlechteste Angriff der Liga ließ weitere Großchancen ungenutzt: Gomez (55.), Ntep (67.) und Yunus Malli (79.) vergaben aus aussichtsreicher Position. Dass diese Fahrlässigkeiten dennoch nicht bestraft wurden, lag an der Harmlosigkeit der Gäste.

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