Goldjunge Friedrich, Kopfballriese Kjaer

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Der Abwehrspieler Simon Kjaer (r.) erzielte beim 1:0-Sieg in Mainz sein erstes Bundesliga-Tor.

Mainz - Von Arek Marud. Hinten stabil, vorne treffsicher: Auf die Abwehr des VfL Wolfsburg ist inzwischen Verlass. Arne Friedrich dirigierte unaufgeregt die Hintermannschaft und sein Partner Simon Kjaer erzielte den Sieg- treffer beim 1:0 in Mainz.

Wer hätte das gedacht: Ausgerechnet die Abwehr fängt aktuell den Verlust Edin Dzekos auf. In der Vorwoche traf Sascha Riether zum 1:1 gegen die Bayern, nun war Kjaer an der Reihe. „Für mich ist das erste Bundesligator natürlich schön, aber bedeutend war alleine der Sieg“, stellte der Däne den eigenen Erfolg hinten an.

Zwar war die Angriffsdarbietung mehr als dürftig, dafür aber wirkt die Defensive deutlich stabiler als in der Hinrunde. Unbestritten ein Verdienst des Rückkehrers Arne Friedrich. „Er ist für uns Gold wert, hat ein Riesenspiel gemacht“, lobte Kapitän Marcel Schäfer den Nationalspieler, der nach einem Virus geschwächt ins Spiel ging. „Ich habe mich nicht gut gefühlt. Jetzt geht es mir besser, vielleicht liegt das an den drei Punkten“, erklärte Friedrich später im „Aktuellen Sportstudio“. Die Art und Weise des glücklichen 1:0 gefiel dem Ex-Berliner trotzdem nicht. „Wir haben fußballerisch wenig auf die Beine gestellt. Aber wir haben Potenzial.“ Der Start 2011 hätte weder für Friedrich noch den VfL kaum besser laufen können. „Wenn uns einer versprochen hätte, dass wir vier Punkte aus zwei Spielen holen, hätten wir sofort unterschrieben.“

Kjaer ist jedenfalls von seinem neuen Nebenmann in der Abwehr beeindruckt: „Arne strahlt Ruhe und Erfahrung aus. Man kann viel von ihm lernen“, lobte der Tor-Jubilar.

Anerkennung gab’s auch vom Bundestrainer Joachim Löw, der auf der Tribüne saß. „Arne gibt dem VfL unheimlich viel Stabilität. Vorher hatte die Mannschaft unglaublich viele Probleme.“

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