Fußball – Wolfsburgs neuer Trainer und sein Mister 100 Prozent harmonieren perfekt / „Bleib im Strafraum!“

Der Glücksfall: Jonker coacht, Gomez trifft...

Siegerfäuste: Wolfsburgs Matchwinner Mario Gomez trifft bisher in jedem Spiel unter Trainer Andries Jonker.
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Siegerfäuste: Wolfsburgs Matchwinner Mario Gomez trifft bisher in jedem Spiel unter Trainer Andries Jonker.

dpa Leipzig. Das Erfolgsduo Andries Jonker/Mario Gomez entwickelt sich für den VfL Wolfsburg zum großen Glücksfall. Trainer Jonker stellt seine Mannschaft perfekt ein, Gomez tut das, was ihn zum Nationalstürmer machte: Er trifft.

Selbst nach dem überzeugenden 1:0-Überraschungssieg des abgeschmierten deutschen Fußball-Meisters von 2009 in Leipzig spielten sich beide die Bälle zu. „Ich glaube, eine ganze große Qualität unseres jetzigen Trainers ist die Penetranz“, sagt Gomez. „Er geht nach vorne für die Mannschaft, aber das muss er auch machen. Wir brauchen einen sehr hart arbeitenden Stürmer“, erwiderte Jonker.

Und Gomez macht es richtig Spaß. Wie schon nach seinem Tor zum 1:1 bei Jonkers VfL-Einstand eine Woche vorher gegen Mainz gab er bereitwillig Interviews. Immer mit einem Lächeln und dem Ton der festen Überzeugung. „Das ist nicht Zufall“, sagte der 31-Jährige nach dem Sieg in Leipzig, wo bislang einzig der Hamburger SV einen Monat zuvor hatte gewinnen können. „Wir haben die ganze Woche trainiert, was wir heute gespielt haben. Deswegen freut es mich so ungemein, dass wir das hinbekommen haben.“

Das sah auch sein Ziehvater so. Wobei Jonker Abstriche machte. „Wir haben uns ganz gut vorbereitet. In der ersten Viertelstunde haben meine Jungs gut umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Es hat heute gereicht, aber ich wünsche mir noch viele Verbesserungen.“

Gomez wird beim Kampf um den Liga-Verbleib unter dem mittlerweile dritten VfL-Coach in dieser Saison erst recht eine tragende Rolle spielen. Auf nur sechs Tore kam er unter den Vorgängern Dieter Hecking und Valérien Ismael nach 22 Spieltagen. Steht Jonker aber an der Seitenlinie, trifft Gomez immer.

Es war sein insgesamt elfter Treffer im siebten Spiel unter dem niederländischen Coach, neun Mal hatte er in den fünf Spielen bei Jonkers Trainer-Intermezzo 2011 beim FC Bayern getroffen. „Ich habe nur zu ihm gesagt, dass er um Gottes Willen im Strafraum bleiben soll“, erklärte Jonker.

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