Fußball – Europa League: Glasner trotz spielerischer Flaute mit dem Punktgewinn zufrieden

Glücklicher Guilavogui und Brummschädel Bruma

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Applaus: VfL-Heimkehrer Josuha Guilavogui. 

Saint-Etienne – Schön gespielt hatten sie nicht. Umso mehr Schönfärberei herrschte nach dem 1:1-Unentschieden der Wölfe am gestrigen Abend bei AS Saint-Etienne in der Europa League. Hauptsache ungeschlagen, schien das Motto der auswärtigen Grün-Weißen zu lauten.

Man hätte erwarten können, dass Oliver Glasner auch negative Töne anstimmt nach der spielerisch durchwachsenen Darbietung. Doch weit gefehlt! „Kompliment an meine Mannschaft, wie sie den Kampf heute angenommen hat“, sagte der Herr der Wölfe im Anschluss an die zähe Partie. Der Österreicher rückte Pragmatismus in den Vordergrund: „Wir sind sehr froh, dass wir mit einem Unentschieden nach Hause fliegen und weiter ungeschlagen sind. Das war unser Ziel.“ Er habe eine Mannschaft von Saint-Etienne gesehen, „die sehr viel dagegen hatte. Sie stehen in der Liga schlechter, als es ihre Qualität hergibt. Wie schwer es eine deutsche Mannschaft haben kann, haben wir gestern in Leipzig gesehen (0:2 gegen Olympique Lyon, Anm. der Redaktion).“ Und auch Stürmer Wout Weghorst, der diesmal abgemeldet war, bekannte: „Wenn du das Spiel siehst, musst du den Punkt mitnehmen und damit zufrieden sein. Es war nicht mehr drin.“

Dafür waren die Wölfe in der Vorwärtsbewegung viel zu ungenau. Das Mittelfeld um Heimkehrer Josuha Guilavogui, bei Saint-Etienne zum Profi gereift, setzte nahezu keine Akzente. Dennoch war der Franzose im VfL-Dress happy: „Ein sehr schöner Moment. Ich habe am Ende die Fans besucht, das ist ganz stark in meinem Herzen, es war wirklich warm.“ Seine am Ende fast 100 Mann starke persönliche Fankurve auf der Haupttribüne hätte ihm „viel Kraft gegeben“.

Nicht nur äußerlich gezeichnet verließ indes Jeffrey Bruma das Feld. Nach einem Ellbogen-Schlag von Gegenspieler Beric trug er einen Cut zwischen den Augen und einen Turban davon, musste später ins Krankenhaus mit Verdacht auf Gehirnerschütterung. „Er ist bei vollem Bewusstsein, weiß vom Spiel aber nichts mehr“, erklärte Glasner. Bruma stand zuvor aber noch Wölfe-TV Rede und Antwort: „Mit dem 1:1 können mit erhobenen Haupt nach Hause fahren.“

ib

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