Fußball – Bundesliga: VfL Wolfsburg blüht bei Union Berlin „ein harter Fight“

Das Gleiche in Rot...

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Es könnte wieder ein Hauen und Stechen werden: Der VfL Wolfsburg (M. der angeschlagene Paulo Otavio) reist zur Heimmacht Union Berlin.

Wolfsburg/Berlin – Nur kurz ließ Oliver Glasner vor dem Training am Freitag den tollen Schweden-Happen vom Abend zuvor noch einmal Revue passieren. Dann war der Europa League-Triumph bei Malmö FF auch schon abgehakt. Blick voraus.

Denn dort wartet mit dem Bundesliga-Gastspiel beim starken Neuling 1. FC Union Berlin (Sonntag, 13. 30 Uhr) direkt der nächste Spießrutenlauf.

„Es bleibt nicht viel Zeit“, meinte Wolfsburgs Cheftrainer nach einer kurzen Nacht. Einige seien erst gegen halb Drei im Bett gewesen, entsprechend dosiert verlief die gestrige Einheit. Schnell regenerieren, um für eine vermutlich intensive Partie an der Alten Försterei gewappnet zu sein. „Wir wissen, was auf uns zukommt: Ein ähnlich kompaktes, lautes Stadion wie in Malmö. Die Farben werden anders sein, anstelle von hellblau wird es um uns herum rot leuchten“, sieht Glasner Parallelen zum Donnerstagabend. Auch Union sei „sehr heimstark. Eine physisch extrem gute und robuste Mannschaft.“ Das bekamen die Wölfe schon beim knappen 1:0-Hinspielerfolg zu spüren, als die Eisernen erstmals in einem 3-4-3-System aufliefen und dieses seither auch beibehielten. „Sie machen einem das Leben schwer, attackieren hoch, spielen selbst schnell in die Spitze. Uns erwartet ein harter Fight“, prophezeit der Österreicher. Außergewöhnliches könne er, auch aufgrund des knapp bemessenen Zeitraums zwischen den Spielen, nicht aus dem Hut zaubern.

Sein Team müsse vor allem eines trotz möglicher Ermüdungserscheinungen: gegenhalten. Wobei Glasner trotz der Strapazen und englischer Wochen, begleitet von dem ein oder anderen personellen Wehwehchen, keine Konditionsprobleme erwartet: „Wir sind bisher ganz gut durchgekommen und werden alles, was wir im Tank haben – und das ist denke ich noch viel – rauswerfen.“ Dabei ruhen die Hoffnungen auch auf der großen Effizienz, die die Grün-Weißen zuletzt an den Tag legten. Vorteil dabei laut Glasner: „Mittlerweile ist unsere Offensive auf viele Schultern verteilt.“

Nach wie vor kein Thema für das Match gegen die Köpenicker sind die beiden Franzosen Josuha Guilavogui und Jerome Roussillon. Zudem brachten Paulo Otavio und Josip Brekalo nach „ziemlich heftigen Schlägen“ Blessuren aus Malmö mit. Kleine Fragezeichen. Glasner: „Ich gehe schon davon aus, dass beide einsatzfähig sind.“ Auf der Wolfsburger Bank werden, trotz des heutigen Regionalliga-Gipfeltreffens gegen Lübeck, wieder einige Amateure Platz nehmen. „Sie werden beim Topspiel, einige aber auch noch bei uns dabei sein“, meinte Glasner.

VON INGO BARRENSCHEEN

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