Fußball – Bundesliga: Tisserand, Bruma und Knoche hinten, Guilavogui erstmals im Mittelfeld

Glasners cleverer taktischer Schachzug

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Starke Mentalität in Mainz: Josip Brekalo (r.) und der VfL Wolfsburg.

Mainz – Marcel Tisserand ist beim VfL Wolfsburg aktuell so etwas wie der Mann der Stunde. Schon in den vergangenen beiden Begegnungen gegen Olexandrija (3:1) in der Europa League sowie beim 1:1 in der Liga gegen Hoffenheim zeigte sich der 26-jährige Kongolese gut in Form.

Und hat sich dadurch in der Abwehr-Dreierkette der Wölfe festgespielt. Beim jüngsten 1:0 in Mainz bewies Tisserand aber nicht nur Defensiv-, sondern auch Torjäger-Qualitäten.

In der neunten Minute köpfte der Abwehrmann in Mittelstürmer-Position schulmäßig ein und tütete damit den zweiten Auswärtserfolg für seine Farben ein. In Hälfte zwei musste Tisserand dann noch zweimal in höchster Not klären, lenkte zunächst einen Maxim-Schuss gegen die Latte und klärte kurz vor Ultimo noch einmal gegen Szalai auf der Linie. Damit hatte sich der Verteidiger den Titel „Mann des Spiels“ redlich verdient.

Dementsprechend glücklich zeigte sich der 26-Jährige dann auch nach der Partie. „Das war ein Charakterspiel. Wir brauchen das“, sagte Tisserand sichtlich erschöpft. Doch der Kampf hatte sich für ihn und den VfL gelohnt. „Es war ein bisschen schwierig in den letzten 30 Minuten, aber jetzt ist das ein geiles Gefühl“, gab er zu. Marcel Tisserand, in Frankreich geboren, kam 2017 vom FC Ingolstadt zu den Wölfen und hatte zuvor nicht den erhofften Durchbruch in der VW-Stadt geschafft. Zumeist war er nur Ersatz, doch mittlerweile führt an ihm kaum ein Weg vorbei. Die Dreier-Abwehrkette bildete der 1,88 Meter große Hüne am Sonnabend übrigens gemeinsam mit Robin Knoche und Jeffrey Bruma. Kapitän Josuha Guilavogui spielte hingegen erstmals in dieser Saison im defensiven Mittelfeld, sorgte dort für die nötige Stabilität. Ein guter Schachzug von Trainer Oliver Glasner. Denn am Ende stand endlich mal wieder hinten die Null.

Das dürfte Selbstvertrauen für den nächsten Auftritt am kommenden Donnerstag geben. Dann spielen die Grün-Weißen nämlich im Rahmen der Europa League bei AS Saint-Etienne. Auch dort wollen die Glasner-Schützlinge weiter ungeschlagen bleiben. Die Abwehr um Tisserand wird erneut gefragt sein.  fs

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