Fußball – Bundesliga: VfL soll sich mit Österreicher und Linz geeinigt haben

Glasner wird offenbar neuer Leitwolf

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Er wird’s: Oliver Glasner beerbt offensichtlich im Sommer Bruno Labbadia als neuer VfL-Cheftrainer.

Wolfsburg – Trainer aus Österreich als Importschlager: Der VfL Wolfsburg ist offenbar bei der Suche nach einem Nachfolger für Bruno Labbadia jenseits der Alpen fündig geworden.

Oliver Glasner vom Linzer ASK soll – nach nicht bestätigten – Berichten ab der kommenden Saison die sportlichen Geschicke beim Fußball-Bundesligisten übernehmen.

Vorab hatte bereits Borussia Mönchengladbach die Verpflichtung von Marco Rose (RB Salzburg) ab Sommer als Ablöse für den Ex-VfL-Coach Dieter Hecking bekannt gegeben.

Der 44-jährige Glasner gehörte, seitdem Labbadia seinen Abschied am Saisonende angekündigt hatte, zum engeren Kandidatenkreis und scheint sich als die Wunschlösung der Verantwortlichen herauskristallisiert zu haben. Nach der jüngsten 0:2-Niederlage am Wochenende bei RB Leipzig hatte VfL-Geschäftsführer Jörg Schmadtke in Bezug auf die Trainerfrage bereits verkündet, dass die Gespräche „weitestgehend abgeschlossen“ seien. Nun scheint der Durchbruch bei den Verhandlungen gelungen zu sein, wenngleich der VfL die Berichte gestern nicht bestätigte. Glasner hat bei LASK noch einen Vertrag bis 2022.

Glasner genießt in seiner Heimat Österreich einen exzellenten Ruf als Spieler-Entwickler und Taktikfuchs. Kombiniert mit einer guten Außendarstellung. Ein Anforderungsprofil, das exakt auf die Vorstellungen des von Volkswagen gelenkten Clubs passt. Seine ersten Meriten als Trainer hatte er sich von 2012 bis 2015 als Assistent von Roger Schmidt bei RB Salzburg verdient. Im Anschluss landete er über die Stationen SV Liefering und SV Ried beim Linzer ASK, den Glasner als Trainer und Sportdirektor aus der 2. Liga bis in die Europa League-Qualifikation führte.

Neben den Wölfen hatte auch der Abstiegskandidat VfB Stuttgart ein Auge auf ihn geworfen, dürfte aber aus dem Rennen sein. Genauso wie Glasners alter Verein Salzburg, der als Rose-Nachfolger den bisherigen Leipzig-Assistenten Jesse Marsch als neuen Chefcoach präsentiert hat.

Der zuletzt joblose Portugiese André Villas-Boas (früher FC Chelsea), der fleißig am deutsch büffeln ist und in die Bundesliga will, fiel hingegen durchs Wolfsburger Raster. Er hätte als die große Lösung gegolten, passt aber damit nicht nur neuen Leitlinie des Clubs.  ib

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