Beeindruckende Serie: Wölfe bereits 20 Spiele ohne Niederlage 

Glasner und der klitzekleine Freistoß-Makel...

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VfL-Coach Oliver Glasner.

Leipzig – Während aus der Leipziger Kabine Dampfwolken aufstiegen, herrschte nebenan heitere Stimmung. Obwohl fast gleichauf in der Tabelle nach dem 1:1-Unentschieden, hätten die Gemütsleiter beider Teams am Sonnabend nicht unterschiedlicher sein können.

RB ärgerte sich maßlos, allen voran der Trainer-Jungstar Julian Nagelsmann. Sein erfahrener Pendant vom VfL Wolfsburg hingegen hatte gut lachen.

Denn das System von Oliver Glasner hat bei den Wölfen – vielleicht schneller als erhofft – gegriffen. Labbadiascher Ballbesitz-Fußball war einmal, jetzt soll es nach Balleroberung mutig und rasant nach vorne gehen. „Der Unterschied zum letzten Jahr ist sehr groß“, betonte Torhüter Pavao Pervan. „Da haben wir schnell gute Ergebnisse benötigt. Das haben wir geschafft.“

Reformator Glasner war mit dem Auftritt in Leipzig „zu 100 Prozent zufrieden. Wir waren ebenbürtig, der Punkt war verdient.“ Eine Sache allerdings hat er seinen (nicht mehr ganz so) neuen Schützlingen noch nicht beigebracht. Die perfekte Ausführung eines indirekten Freistoßes im Strafraum. Die größte Chance der ersten Halbzeit ließ der VfL in Person von Maximilian Arnold ungenutzt. Der Coach nahm es auf seine Kappe. „Wir hatten das noch nie trainiert, da konnte ich meinen Jungs nicht helfen“, sagte der Österreicher fast entschuldigend – es spricht für den neuen Geist in Wolfsburg.

ib/dpa

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