Fußball – Bundesliga: Wolfsburg gewinnt Test gegen Karlsruhe 2:1 / Bendtner und Arnold treffen

Glanzlose Generalprobe

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So schwungvoll wie VfL Wolfsburgs Verteidiger Sebastian Jung (M.) in dieser Szene agierte der Fußball-Bundesligist im letzten Test gegen den Karlsruher SC nicht immer.

Wolfsburg. Dieter Hecking wollte noch einmal etwas von seinen Spielern sehen.

Aber was dem Trainer von Fußball-Bundesligist VfL Wolfsburg im letzten Test der Winterpause gegen den Karlruher SC dann geboten wurde, dürfte bei ihm allenfalls für gemischte Gefühle gesorgt haben. Seine Wölfe setzten sich bei der Premiere im neuen AOK-Stadion nur knapp 2:1 (0:1) gegen den Zweitligisten durch. Eine glanzlose Generalprobe vor dem Rückrundenstart gegen Meister Bayern München (Freitag, 20. 30 Uhr).

Wolfsburg übernahm auch ohne den geschonten Abwehrchef Naldo (leichte Knieprellung) die Initiative, schaffte es aber nur selten sich hochkarätige Chancen zu erspielen. Einzig Ivan Perisic (40.) hatte den Ausgleich auf dem Fuß, hob den Ball aus Nahdistanz aber über die Latte. „Wir hatten viel Ballbesitz, viel Spielfreude. Der letzte Zug zum Tor hat jedoch gefehlt“, monierte VfL-Manager Klaus Allofs in der Halbzeitpause zu Recht.

Ganz anders die Gäste: Nach einem Fehlpass von Aaron Hunt in Karlsruhes Hälfte schaltete der KSC schnell um. Nach einer Hereingabe von links schob Manuel Torres (9.) am zweiten Pfosten von Timm Klose unbedrängt ein. „Das ist zu einfach. Das darf nicht passieren“, ärgerte sich Allofs.

Auf drei Positionen verändert kehrte der VfL aus der Kabine zurück. Auswechslungen, die sich auszahlen sollten. Nur vier Minuten nach Wiederanpfiff traf Nicklas Bendtner nach einer Hereingabe von Perisic zum Ausgleich. Eine Kopie der Karlsruher Führung.

Die Wölfe drängten, hatten aber auch Glück, dass Ilian Micanski nicht zur erneuten Karlsruher Führung einschob. Der eingewechselte Schlussmann Patrick Drewes rettete (67.) und machte Maximilian Arnold zum Matchwinner. Nachdem Daniel Caligiuri den Ball fast an der Grundlinie erkämpft hatte, traf das VfL-Eigengewächs (79.) zum nicht unverdienten Endstand.

„Die erste Halbzeit war auch nicht so schlecht. In der zweiten Hälfte haben wir aber schneller gespielt“, meinte Arnold, den Schlüssel zu diesem Sieg gefunden zu haben. Bis zum Rückrundenstart gegen Tabellenführer München muss sich der VfL aber noch steigern. Das wird auch Wolfsburgs Trainer Hecking so gesehen haben.

Wolfsburg: Benaglio (46. Drewes) – Jung (46. Arnold), Klose, Knoche, Rodriguez (64. Schäfer) – Luiz Gustavo, Träsch – Hunt (64. Caligiuri), de Bruyne (71. Seguin), Perisic (64. Zhang) – Dost (46. Bendtner). Tore: 0:1 Torres (9.), 1:1 Bendtner (50.), 2:1 Arnold (79.). Zuschauer: 3 084.

Von Matthias Jansen

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