Fußball – Bundesliga: Wolfsburg legt gegen Gladbach zuhause nach – 3:0

Es geht aufwärts!

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Der Vollstrecker zeigt es an: Mit dem 3:0 gegen Borussia Mönchengladbach – das entscheidende Tor erzielte Josuha Guilavogui – machte der VfL Wolfsburg in der Bundesliga-Tabelle einige Plätze gut und hat sich wieder etwas Puffer auf die Abstiegsplätze verschafft.

dpa/ib Wolfsburg. Gegenwart schlägt Vergangenheit: Der VfL und sein Trainer Martin Schmidt haben Dieter Hecking die Rückkehr nach Wolfsburg und seinem neuen Club Borussia Mönchengladbach den Sprung auf Platz zwei vermiest.

Die Wölfe fertigten die Fohlen am gestrigen Sonntag zum Abschluss des 14. Spieltags in der Fußball-Bundesliga mit 3:0 (2:0) ab und verschafften sich selbst Luft im Abstiegskampf. Durch die Tore des erneut starken Yunus Malli (4. ), Daniel Didavi (25. ) und Josuha Guilavogui (71. ) verbesserte sich der Relegations-Teilnehmer der Vorsaison auf Platz elf. Es geht aufwärts!.

Auch spielerisch unter Schmidt. Der zweite Heimsieg in Folge war ein klares Indiz für die fruchtende Handschrift des akribischen Ausbilders. Hingegen sah der am Anfang der Vorsaison in Wolfsburg beurlaubte Hecking eine indiskutable erste halbe Stunde seines Teams, die der Borussia letztlich den Kopf kostete. „Wir haben nicht auf einer Bayern-Wolke geschwebt“, wiegelte der Comebacker nach dem Coup gegen Primus München eine Woche zuvor ab. Gladbachs Nationalspieler Matthias Ginter allerdings gab zu: „Nach dem Bayern-Sieg haben wir vielleicht ein paar Prozent nachgelassen.“

Die Wolfsburger hingegen kamen mit dem Frust des Augsburg-Ausrutschers „böse“ (Schmidt) aus der Kabine und deckten früh die Schwächen der Gäste in der Defensive auf. Magier Malli stand dabei zweimal im Blickpunkt. Der türkische Nationalspieler bereitete den Angriff zum ersten Treffer selber vor und verwandelte einen Rückpass von Mario Gomez ungestört aus knapp zwölf Metern. Beim zweiten Tor gab er die herrlich gechipte Vorlage durch die Gladbacher Innenverteidigung hindurch auf Didavi, der den Ball über Keeper Yann Sommer lupfte.

Die Gladbacher hatten dem VfL zunächst wenig entgegenzusetzen. Zum einen arbeitete die Wolfsburger Defensive konzentriert und engagiert. Zum anderen waren die Offensivbemühungen der Borussia zu einfallslos. Ein Kopfball von Jannik Vestergaard (28.) sorgte für die erste Chance. Kurioserweise sorgte erst eine Verletzung für einen Umschwung beim Team vom Niederrhein: Nach einer knappen halben Stunde musste Tony Jantschke mit Schwindelgefühlen vom Feld. Der Außenverteidiger wurde durch Mickael Cuisance ersetzt.

Fortan lief es plötzlich besser bei den Gästen. Zwei Abseitstore von Thorgan Hazard (37.) und Lars Stindl (39.) zeugten zumindest von den Bemühungen der Gladbacher, schon vor der Pause den Anschlusstreffer zu erzielen. Doch es fehlte die Genauigkeit für ein Tor. Die von Hecking taktisch umgestellten Fohlen erhöhten mit mehr Offensivspielern den Druck zusehends. Die Wolfsburger hingegen zogen sich zu sehr in der zweiten Hälfte zurück und kamen nur selten zu ihren Kontern.

Ergo entwickelte sich die Borussia zur spielbestimmenden Mannschaft, ohne zu hundertprozentigen Chancen zu kommen. Das rächte sich. Nachdem Ginter bei einem der wenigen Wolfsburger Gegenstöße nicht sauber geklärt hatte, traf Guilavogui mit einem abgefälschten Strich aus fast 26 Metern zum 3:0. Das Spiel war damit entschieden.

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