Fußball – Bundesliga: Dortmund und Wolfsburg trennen sich 2:2 / Ein starker de Bruyne und Naldo treffen

„Gefühlt gewonnener Punkt“ für VfL

Ohne Rücksicht: Borussia Dortmund (Neven Subotic/im Fallen) und der VfL Wolfsburg (Kevin de Bruyne/r.) schenkten sich nichts. Der Belgier de Bruyne machte ein starkes Spiel, hatte bei einigen Chancen aber nicht das Glück im Abschluss.
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Ohne Rücksicht: Borussia Dortmund (Neven Subotic/im Fallen) und der VfL Wolfsburg (Kevin de Bruyne/r.) schenkten sich nichts. Der Belgier de Bruyne machte ein starkes Spiel, hatte bei einigen Chancen aber nicht das Glück im Abschluss.

dpa/mj Dortmund. Borussia Dortmund hat trotz zweimaliger Führung den Befreiungsschlag verpasst, aber immerhin ein Lebenszeichen im Abstiegskampf abgegeben.

Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp musste sich mit einem 2:2 (1:1) gegen den VfL Wolfsburg in einem phasenweise hochklassigen Bundesligaspiel begnügen und steckt mit 15 Punkten auf Relegationsplatz 16 weiter im Tabellenkeller fest. Die Wolfsburger bestätigten ihren Ruf einer Spitzenmannschaft und bleiben mit 31 Zählern Bayern-Jäger.

„Wir haben es sehr ordentlich gemacht. Die Leistung war in vielen Bereichen positiv. Es ist aber kein unverdienter Punktgewinn für Wolfsburg. Wir hätten den Sieg gerne nach Hause gebracht, aber es ist kein Wunschkonzert. Am Ende ist es nicht das Ergebnis wie gewünscht“, sagte Klopp. Wolfsburgs Keeper Diego Benaglio sprach von einem „gefühlt gewonnenen Punkt“. Die Wölfe haben schon jetzt die beste Bundesliga-Hinrunde ihrer Clubgeschichte gespielt.

Vor 80 467 Zuschauern war der BVB zweimal durch Pierre-Emerick Aubameyang (8.) und Ciro Immobile (76.) in Führung gegangen, doch Kevin de Bruyne (29.) und Naldo (85.) sicherten den Gästen mit ihren Toren einen Punkt (29.). Beim Freistoßtor von de Bruyne machte Torhüter Mitch Langerak, der bis zum Ende der Hinrunde anstelle von Roman Weidenfeller zur Nummer eins befördert worden war, keine gute Figur.

„Ein Geschenk für die Fans“, hatte Klopp vor der letzten Fußballwoche des Jahres gefordert. Und es begann für den BVB in einem temporeichen Bundesligaspiel auch vielversprechend. Bereits nach 42 Sekunden war Aubameyang zu einer gute Gelegenheit per Kopfball gekommen. Ging der Ball in dieser Szene noch drüber, durfte der Gabuner kurz darauf jubeln, als er nach Flanke von Immobile aus kurzer Entfernung sein fünftes Saisontor erzielte.

Nach der starken Anfangsphase der Gastgeber, denen Leidenschaft und Einsatzwille nicht abgesprochen werden konnte, zeigten die Wölfe aber ihre Qualitäten. Angetrieben vom starken de Bruyne, der bereits in der vierten Minute zu einer Doppelchance kam, übernahm der VfL die Spielkontrolle. Bei einem abgeblockten Schuss von Ivan Perisic durften die Gastgeber noch aufatmen, ehe de Bruyne per Freistoß doch traf. Der Schuss in die Torwartecke schien nicht unhaltbar. Auf der Gegenseite hätte der bisher so glücklose Immobile für die erneute Führung sorgen können (37.).

Es entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, auch in der zweiten Halbzeit. Dabei standen zunächst die Torhüter im Mittelpunkt. Erst parierte Langerak bravourös gegen Vierinha (49.), dann machte auf der Gegenseite Diego Benaglio eine hochkarätige Möglichkeit von Immobile zunichte (56.), der dann aber doch das 2:1 besorgte. Der Dortmunder Aufwand wurde aber nicht belohnt, ein Kopfball von Naldo sorgte noch für die Ernüchterung.

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