Wolfsburg: VfL-Anhänger feiern 20. Bundesliga-Saison mit Fanfest

„Ganze Stadt hat gebebt“

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Brückenschlag zwischen gestern und heute: Angeführt von den Aufstiegshelden zogen die Fans vom alten VfL-Stadion zur VW-Arena.

at Wolfsburg. Die Konstellation hätte nicht spannender sein können: Am 11. Juni 1997 empfing der VfL Wolfsburg den FSV Mainz 05 im restlos ausverkauften Stadion am Elsterweg.

Es war der letzte Spieltag der Zweitliga-Saison 1996/97, und beide Mannschaften hatten die Chance zum Aufstieg ins Fußball-Oberhaus. Dem VfL reichte ein Punkt, Mainz musste gewinnen. Und beide Teams brannten ein Feuerwerk ab, das die Wölfe mit 5:4 bekanntlich spektakulär für sich entschieden.

Zwanzich Jahre Bundesliga: Die Aufstiegshelden um Roy Präger erinnerten an das Gänsehaut-Spiel gegen Mainz.

Damit spielt der VfL derzeit seine 20. Bundesligasaison. Das Heimspiel am Sonntag gegen die aktuelle Mainzer Mannschaft (0:0) nahmen die Fans der Grün-Weißen zum Anlass für einen Fanmarsch von der einstigen Stätte des Triumphes zur neuen VW-Arena im Allerpark – als Brückenschlag zwischen heute und gestern. In der Arena sorgte die Nordkurve vor dem Anpfiff zudem mit einer großen Choreografie für Stimmung.

Vorher, beim Fanfest an der Südkurve am Elsterweg, ging es aber um damals: „Die ganze Stadt hat gefiebert, hat gebebt“, erinnerte sich VfL-Fan Matze von den Green-White Angels an das Gänsehautspiel und die große Aufstiegsfeier. Nicht nur er und weitere Augenzeugen waren im Gespräch mit den VfL-Stadionsprechern Georg Poetzsch und Helmut Eickhoff.

Mit Holger Ballwanz, Matthias Stammann, Peter Kleeschätzky, Matthias Maucksch, Detlev Dammeier und Roy Präger waren auch einige der Aufstiegshelden beim Fest dabei. „Wir waren damals ein Mega-Team“, sagte Präger, der damals wie Dammeier zwei Treffer beisteuerte. Nicht nur innerhalb, sondern auch zwischen der Mannschaft und den Fans habe es einen großen Zusammenhalt gegeben. In diesem Punkt sei der VfL zu der Zeit „mit die stärkste Mannschaft in der zweiten Liga“ gewesen, fügte Ballwanz an.

Der Tag, den die Fanclubs, die Supporters Wolfsburg, die Ultras und das Fanprojekt in Zusammenarbeit mit dem VfL auf die Beine gestellt hatten, wurde außerdem vom Team #20 festgehalten. Die Gruppe dreht derzeit eine Film über die Fanszene der Wölfe. „Die Resonanz ist riesig“, war von den Machern zu hören. Finanziert wird das Ganze durch Crowdfunding, am Sonntag wurden außerdem Buttons und T-Shirts verkauft. Pünktlich zum 20-jährigen Bundesliga-Bestehen im nächsten Jahr soll die Dokumentation fertig sein.

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