VfL: „Mehr Plus als Minus“ beim 4:0

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Fels in der Schluss-Brandung: Wolfsburgs Nr. 2 Max Grün zeigte gegen Sion mit tollen Paraden, dass auf ihn im Fall der Fälle Verlass ist. Dafür gab's auch Lob von VfL-Coach Dieter Hecking.

ib Wolfsburg. Das war alles andere als Schweizer Käse: Trotz intensiver Einheiten in den Alpen präsentiert sich der VfL Wolfsburg in guter Frühform. Der Fußball-Bundesligist gewann am Samstagabend im Zuge des Trainingslagers in Crans Montana die erste wirkliche Standortbestimmung in der Vorbereitung gegen Gastgeber FC Sion souverän 4:0 (3:0). Naldo per Freistoß (23.), Diego (29.) und zweimal der Niederländer Bas Dost (44., 61.) erzielten die Tore für die Wölfe beim Valais-Cup in Sion.

Obwohl es die Schweizer sind, die in dieser Woche in die neue Saison starten, wirkten die Wolfsburger weitaus spritziger und spielfreudiger. Wirbelwind Vieirinha setzte mit einem Pfostenknaller (7.) gleich einmal ein Warnsignal. Auch wenn die Kugel gut durch die VfL-Reihen lief, so resultierte die Führung aus einem ruhenden Ball: Naldo packte wieder einmal den Freistoß-Hammer aus. Nur wenig später legte sein brasilianischer Landsmann Diego nach.

Runter vom Gas. Wolfsburg ließ es nun ruhiger angehen, schlug aber kurz vor der Pause doch noch einmal durch Dost zu. Der Holländer bildete die Speerspitze im 4-3-3-System von Dieter Hecking. Wobei Rückkehrer Ja-Cheol Koo praktisch als Bindeglied zwischen dem Sechser Jan Polak und Spielgestalter Diego fungierte.

Der VfL-Coach tauschte zur Pause auf fünf Positionen, gewährte dem Schweizer Neuzugang Timm Klose in dessen Heimat das Debüt im grün-weißen Dress. „Ich hatte ein super Gefühl auf dem Platz, aber es ist noch Luft nach oben“, meinte Klose nach seinem ersten Einsatz. Auch Giovanni Sio durfte sich gegen seinen Ex-Club – der Stürmer war an Sion ausgeliehen gewesen – empfehlen.

Durch die Wechselarie kam ein leichter Bruch ins Spiel der Wölfe. Erst das 4:0 durch Dost (61.) weckte wieder die Lebensgeister. Wolfsburg verpasste weitere Tore, in der Schlussphase vereitelte Keeper Max Grün hingegen den Ehrentreffer der Lokalmatadoren.

Hecking war durchaus zufrieden: „Wir haben mehr Plus als Minus gesehen. Momentan ist alles im Fluss. Aber wir haben auch keinen Grund, in Jubelarien auszubrechen.“

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